Crashtest mit 36-Tonnen-LKW und glasfaserbewehrter Anprallmauer

Bild zu: Crashtest mit 36-Tonnen-LKW und glasfaserbewehrter Anprallmauer
Schöck Bauteile

Ein 36 Tonnen schwerer Sattelschlepper fährt mit 80 km/h gegen eine Anprallwand – und die Schäden an der Wand sind nur marginal. Das ist das Ergebnis eines kürzlich durchgeführten Anprallversuches in Nordamerika. Eingebaut und umfangreich getestet wurde dabei die Glasfaserbewehrung „Schöck ComBAR“. In Zusammenarbeit mit dem Verkehrsministerium der kanadischen Provinz Ontario (MTO) hat ein Team aus Ingenieuren die ComBAR-bewehrte Versuchswand entwickelt und bemessen – unter der Leitung von Professor Kahled Sennah von der Ryerson Universität (Toronto).  

In einem Winkel von 15 Grad prallte der Schlepper mit 80 Kilometer pro Stunde an die Wand und stoppte nach rund 50 Metern. Nach dem Aufprall konnten weder Biegerisse noch anderweitige Zeichen eines Biegeversagens an der Wand festgestellt werden. Gemäß kanadischer Richtlinien entsprach die Testwand zudem der Kategorie PL-3. Dieser Level – der sogenannte Performance Level – beschreibt die Standhaftigkeit für Straßenbegrenzungen auf Brücken. Dabei umfasst Level 3 die höchste anzunehmende Gefahr bezüglich der Gesamtlast des Fahrzeugs und dessen Anprallwinkels.  

Für den Anprallversuch mit Schöck ComBAR wurde das Bewehrungsschema auf Basis einer Standard-Bewehrungszeichnung des MTO für PL-3 Wände mit einer Glasfaserbewehrung entwickelt. In Abstimmung mit dem MTO optimierten die Schöck-Experten das endgültige Bewehrungsschema geringfügig. Die Bemessung wurde ein weiteres Mal durch das renommierte Ingenieurbüro McCormick Rankin (Ontario) überprüft. Dabei wurde die sogenannte „Yield-Line Theorie“, die eigentlich für Betonstahlbewehrung entwickelt wurde, auf ComBAR übertragen. Diese Bruchlinientheorie wurde zur Bemessung hochduktiler Werkstoffe wie ComBAR übernommen. Der Anprallversuch wurde gemäß dem kürzlich herausgegebenen amerikanischen „Manual for Assessing Safety Hardware“ (MASH) durchgeführt. Die Anprallwand war knapp 40 Meter lang und entsprach in ihrem Aufbau etwa dem eines echten Brückendecks.  

Dieser Beitrag hat Ihnen gefallen?

Dann melden Sie sich doch gleich an zum kostenlosen E-Mail-Newsletter und lassen sich über weitere Neuigkeiten wöchentlich informieren!

Hinweis: Sie können den Newsletter von meistertipp.de jederzeit und kostenfrei abbestellen. Ihre Daten werden nur zum Versand des Newsletters genutzt. Wir geben Ihre Daten nicht weiter. Mehr Informationen zum Umgang mit Nutzer-Daten finden Sie in unserer Datenschutz-Erklärung.

Das könnte Sie auch interessieren

Messen & Kongresse Übersicht 2026

Der große Meistertipp-Kalender: Messen und Kongresse 2026 für Bauindustrie, Baugewerbe, Bauhandwerk und die Bauwirtschaft.

Newsletter

Verpassen Sie nichts mehr mit unserem kostenlosen Newsletter. So werden Sie frühzeitig über anstehende Veranstaltungen informiert und bleiben immer auf dem neusten Stand.

Hinweis: Sie können den Newsletter von meistertipp.de jederzeit und kostenfrei abbestellen. Ihre Daten werden nur zum Versand des Newsletters genutzt. Wir geben Ihre Daten nicht weiter. Mehr Informationen zum Umgang mit Nutzer-Daten finden Sie in unserer Datenschutz-Erklärung.