Holz-Modulbau: Schneller bauen, Kosten deutlich senken

Foto: Daniel Sumesgutner (https://sumesgutner.de) für SH HOLZ & MODULBAU, Lingen, https://www.sh-module.de

Modulares Bauen mit vorgefertigten Holz-Raummodulen gewinnt in der Bauwirtschaft immer stärker an Bedeutung: Projekte lassen sich schneller umsetzen, Kosten besser kalkulieren und Personalengpässe abfedern. Deshalb entscheiden sich Auftraggeber zunehmend für die Modulbauweise. Warum Bauunternehmen und Handwerksbetriebe jetzt vom wachsenden Markt profitieren können und welche Chancen die Bauweise bietet, zeigt der aktuelle Überblick zum Zukunftstrend Holz-Modulbau.

Der Holz-Modulbau gewinnt in der deutschen Bauwirtschaft rasant an Bedeutung. Gebäude entstehen dabei nicht mehr ausschließlich Stein auf Stein, sondern aus vorgefertigten Raummodulen, die bereits im Werk inklusive Technik und Ausbau vorbereitet werden. Auf der Baustelle werden die Module anschließend in kurzer Zeit montiert. Angesichts steigender Baukosten, Fachkräftemangel und wachsendem Zeitdruck sehen viele Marktakteure darin einen möglichen Wendepunkt für Bauunternehmen, Projektentwickler und Handwerksbetriebe. Dabei verschiebt insbesondere die industrielle Vorfertigung Abläufe vom witterungsabhängigen Baustellenbetrieb in kontrollierte Produktionshallen. Wände, Decken und komplette Raumzellen verlassen das Werk nahezu fertiggestellt und werden nur noch zusammengesetzt. Der Bauprozess wird dadurch planbarer, schneller und wirtschaftlich kalkulierbarer. Branchenkenner sprechen bereits von einem grundlegenden Strukturwandel, der vorwiegend im Wohnungsbau, bei Bildungsbauten und im gewerblichen Objektbau neue Perspektiven eröffnet.

Geschwindigkeit und Wirtschaftlichkeit vom Modulbau als Wettbewerbsvorteil

Der größte Vorteil des Holz-Modulbaus liegt in der drastisch verkürzten Bauzeit. Stefan Höötmann, Geschäftsführer eines Modulbau-Unternehmens, bringt den Zeitgewinn auf den Punkt: „Der Holzmodulbau ist um bis zu 40 Prozent schneller als der zimmermannsmäßige Holzrahmen- und erst recht als jeder konventionelle Mauerwerksbau!“ Gerade bei dringend benötigtem Wohnraum oder öffentlichen Bauprojekten kann dieser Zeitvorsprung entscheidend sein. Zudem sinken Risiken durch Bauverzögerungen, während die Qualität durch standardisierte Produktionsbedingungen steigt. Werden Gewerke zentral koordiniert und Montageabläufe präzise abgestimmt, lassen sich Kosten deutlich besser kalkulieren als bei klassischen Baustellenprozessen. Für Bauunternehmen entsteht dadurch ein Modell mit höherer Planungssicherheit und effizienter Auslastung von Personal und Ressourcen.

Nachhaltigkeit und Logistik treiben den Trend

Neben Tempo und Effizienz gewinnt die ökologische Dimension an Bedeutung. Holzmodule bieten im Vergleich zu mineralischen Baustoffen klare Vorteile bei Gewicht und Transport. Leichtere Module lassen sich energiesparender zur Baustelle bringen und schneller montieren. Zudem entfällt bei Holz die lange Trocknungsphase, die Beton- und Mauerwerksbauten benötigen. Besonders relevant ist der Klimaschutzaspekt. Holz speichert bereits während seines Wachstums Kohlendioxid, das anschließend über die gesamte Lebensdauer im Gebäude gebunden bleibt. Fachleute sprechen deshalb von einer natürlichen CO2-Senke im Bauwesen. Für Auftraggeber, die nachhaltige Bauweisen zunehmend einfordern, wird der Holz-Modulbau damit zu einer wirtschaftlich und ökologisch attraktiven Alternative. Noch handelt es sich um einen vergleichsweise jungen Markt mit steigender Anbieterzahl, doch die Dynamik nimmt zu. Vor allem dort, wo in kurzer Zeit viele Nutzungseinheiten entstehen sollen, könnte der Holz-Modulbau künftig eine zentrale Rolle spielen – mit weitreichenden Folgen für Bauunternehmen und Handwerksbetriebe in ganz Deutschland. 

Wird der Holz-Modulbau den klassischen Baustellenbau verdrängen?

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Die reinen Baukosten beim Wohnungsbau machen typischerweise etwa 70 bis 80 % der Gesamtbaukosten aus.
Verschiedene Ausschreibungen haben gezeigt, dass die reine Baukostensenkung wesentlich komplexer als die Anwendung von standardisierten, seriellen oder modularen Bauweisen ist.
Bspw.:
„Europäischen Ausschreibung für modulares und serielles Bauen“, in 2018 (GdW)
Rahmenvereinbarung „Serielles und modulares Bauen 2.0“, in 2023 (GdW)
oder
Runder Tisch „Serielles, modulares & systemisches Bauen“ an der Bundesstiftung Bauakademie
Das Ziel, kostengünstiger Wohnungsbau, wurde In den Ergebnissen der Exponate niemals erreicht.
Es ist auch keine Frage der Förderprogramme, sondern eine Frage nach der Ineffizienz der Bauwirtschaft. Was nützt das Geld, wenn man dafür nur überteuerte Leistungen bekommt.

Subventionen aus Steuergeldern

Subventionen sind die Belohnung für das Versagen
(Dr. Markus Krall)

Es kann keine zukunftsfähige Lösung sein, wenn beim Wohnungsneubau mit Subventionen, auch geförderter Wohnungsbau genannt, die sogenannte Sozialbindung nach 15 Jahren wegfällt und diese Wohnungen dann zu „Marktmieten“ angeboten werden können.
Vermutlich müssen dann sehr viele Mieter aus finanziellen Gründen ihre Wohnung, sowie ihre damit verbundenen und seit langem bestehenden sozialen Beziehungen, aufgeben.

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