Bauwirtschaft in günstiger Lage

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Foto: Roland Riethmüller

Dass Deutschland zu den Staaten gehört, welche die globale Finanzkrise bisher mit am besten verkraftet haben, ist inzwischen hinlänglich bekannt. Doch nicht nur im laufenden Jahr sind die Erwartungen für die Bauwirtschaft positiv, auch im kommenden Jahr ist man davon überzeugt, dass dieser Trend anhalten wird. Diese Tendenz brachten auch die Heinze Baukonjunktur-Meetings 2013 auf den Punkt.

Im September 2013 fanden verschiedene Heinze Baukonjunktur-Meetings in ganz Deutschland statt. Damit stand das Jahr 2013 im Zeichen des 15-jährigen Jubiläums der Baukonjunktur-Meetings der Baumarktforscher der Heinze GmbH. Umso erfreulicher war es daher auch, dass man wirklich gute Aussichten für das laufende und kommende Jahr in der Bauwirtschaft prognostizieren konnte.

Nicht nur, dass das aktuelle Jahr gute Zahlen hervorbringt, auch im Jahr 2014 erwartet man diese zu halten und teilweise sogar noch auszubauen. Dabei sind vor allem einmal mehr der Wohnungs- und Nichtwohnbau die besten Segmente. Natürlich ist die unbedingte Voraussetzung, dass weiter investiert wird, sowohl von privater, wie auch von öffentlicher Hand.

Bei den Heinze Baukonjunktur-Meetings 2013 wurden unterschiedliche Entwicklungen präsentiert. So stimmen die internationalen Konjunkturdaten durchaus optimistisch, obgleich sie durchaus mit Vorsicht zu betrachten sind. Immerhin lässt sich erkennen, dass sich die stark gebeutelte Eurozone langsam zu erholen scheint. Dennoch ist und bleibt Deutschland der Motor dieser Entwicklung in der europäischen Bauwirtschaft. Hier wird erwartet, dass das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2014 gegenüber dem Jahr 2013 um 1,8 Prozent steigen wird. Danach folgen Österreich mit 1,4 Prozent, Frankreich mit 1,1 Prozent und Italien mit 0,6 Prozent. Für den Euroraum insgesamt bedeutet dies einen Zuwachs des BIP im Jahr 2014 von 1,1 Prozent. Und auch weltweit geht man von einem Wachstum um 3,8 Prozent im Jahr 2014 aus, wobei die BRIC-Staaten (Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika) wohl wesentlich geringeres Wachstum vorweisen können als in den letzten Jahren.

In Deutschland ist dieser Trend natürlich stark von den niedrigen Kreditzinsen getrieben, die die Investitionsbereitschaft durchaus erhöhen. Da aber in naher Zukunft hier auch keine großartigen Erhöhungen zu erwarten sind, drosselt sich die Investitionsbereitschaft hier und da dennoch. Einfach aus dem Grund, dass für den Bauwilligen keinerlei Eile vorliegt. Trotz allem erwartet man weiter Steigerungen der Bauinvestitionen, die im Jahr 2014 einen Zuwachs von 3,6 Prozent mit sich bringen werden. Bei den Ausrüstungsinvestitionen geht man von 5,2 Prozent Plus aus, bei den Exporten von +6,2 Prozent und bei den Importen von einem Zuwachs von sieben Prozent.

Der gesamtwirtschaftliche Ausblick der Bauwirtschaft für das kommende Jahr wird darüber hinaus noch durch den steigenden Verbrauch von 1,4 Prozent, der stabilen staatlichen Nachfrage sowie dem wachsenden BIP mit einem Plus von 1,8 Prozent, dem schwachen Preisauftrieb und dem starken Arbeitsmarkt gestärkt.

Im anhaltend starken Wohnungsbau werden vor allem die Eigenheime immer mehr an Bedeutung und Zuwachs gewinnen. Bei den genehmigten Wohneinheiten von 114.200 im aktuellen Jahr, werden gut 120.000 im kommenden Jahr erwartet. Größerer Beliebtheit erfreuen sich im Eigenheimsektor allerdings immer mehr die Zweifamilienhäuser gegenüber den Einfamilienhäusern. Auch der Mehrfamilienhausbau ist ungebrochen robust. Vor allem in Ballungsgebieten ist diese Entwicklung kaum aufzuhalten. Heinze erwartet dabei ein Wachstum an Wohneinheiten von 16 Prozent. Außerdem wird es hier wohl auch in den weiteren Jahren eher zu Steigerungen als Senkungen des Trends kommen, da Ballungsgebiete eben immer stärker besiedelt werden.

Auch im Nichtwohnbau ist die Lage immer noch sehr gut und wird dementsprechend im Jahr 2014 auch anhalten. Heinze geht davon aus, dass sich das Genehmigungsvolumen im Jahr 2014 auf 216 Millionen m³ belaufen wird und damit etwas über dem Stand von 2012 liegt. Insbesondere die wohnähnlichen Betriebsgebäude werden von einem Aufschwung (+6,4 Prozent) begleitet werden und ein Genehmigungsplus von 5,5 Prozent vorweisen können. Natürlich ist hier auch der gute Arbeitsmarkt ein wichtiger Faktor, denn mehr Beschäftigte bedeuten auch mehr Büroflächen. Darüber hinaus begünstigen die attraktiven Bürofinanzierungen die Entwicklung der wohnähnlichen Betriebsgebäude.

Wenn jetzt alle an der Bauwirtschaft Beteiligten kontinuierlich an einem Strang ziehen, werden diese Prognosen sehr sicher eintreffen, was die Bauwirtschaft zusätzlich stabilisieren wird.

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