Deutschland fehlen energetische Sanierungen in der Breite

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Foto: Roland Riethmüller

Die Gebäudeenergie macht einen wesentlichen Teil des Energieverbrauches aus. Um folglich also die energetischen Ziele der Bundesregierung zu erfüllten, sollte an dieser Stelle besonders eingespart werden. Doch leider sieht das in der Praxis anders aus. Die Politik bemüht sich zwar, konnte bisher jedoch noch keine großen Erfolge verbuchen, kritisiert nun eine aktuelle Studie und fordert ein Umdenken bei energetischen Sanierungen.

Ungefähr 40 Prozent des Energieverbrauchs und 30 Prozent der Treibhausgase entfallen auf Gebäude. Um die ambitionierten Klimaziele der Bundesregierung zu erreichen, müssten daher eigentlich vor allem Gebäude energieeffizienter werden. Das sehen jedenfalls die ehrgeizigen Pläne vor, die bis 2050 eine Klimaneutralität von fast allen Gebäude in Deutschland verlangen.

Klimaziele können nur durch energetische Sanierungen erreicht werden

Doch trotz aller Anstrengungen der Politik mit zahlreichen Fördermaßnahmen kommt die Gebäudesanierung nicht so recht voran. Laut einem Gutachten des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) liegt dies insbesondere an einem falschen Fokus. Es werde zwar viel in hohe Standards und Leuchtturmprojekte wie dem Passivhaus investiert, jedoch fehlen Investitionen zur energetischen Sanierung in der Breite. “Die Politik der vergangenen Jahre muss grundsätzlich überdacht werden”, fordert IW-Immobilienexperte Ralph Henger. Denn nur durch eine große Anzahl energieeffizienter Häuser könnten die Klimaziele erreicht werden, selbst auf einem niedrigeren Niveau als zunächst geplant. “Das Ziel klimaneutraler Gebäude geht damit nicht verloren, es wird sogar langfristig wahrscheinlicher”, so Henger.

Stärkerer Einsatz von Energieberatern und Vereinfachung der Förderungen

Neben einem neuen Sanierungsfahrplan fordert der Experte auch eine stärkere Gewichtung von Energieberatern. Nur so könnten Eigenheimbesitzer umfassend über die Möglichkeiten der energetischen Sanierung informiert werden. Dazu müsse vor allem das Fördersystem für Beratungen und Sanierungen vereinfacht werden.

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