Endlich Aufschwung: Sanitär sorgt für neue Impulse am Bau

Foto: Angelov1 / envatoelements

Nach monatelanger Flaute zeigt sich in der Haus- und Gebäudetechnik erstmals eine Trendwende: Laut aktuellem SHK-Konjunkturbarometer stabilisiert sich das Geschäftsklima, vor allem dank Sanierung und Modernisierung. Während Handwerk und Industrie wieder auf Wachstumskurs sind, bleibt der Großhandel trotzdem im Minus. Besonders der Sanitärbereich erholt sich spürbar – ein mögliches Signal, dass die Baubranche 2026 vor einer echten Wende stehen könnte.

Erstmals zeigt nach sechs schwachen Quartalen die Haus- und Gebäudetechnik wieder Anzeichen einer Erholung. Das Geschäftsklima im dritten Quartal 2025 liegt laut dem aktuellen SHK-Konjunkturbarometer der Verbände Wirtschaftsvereinigung Gebäude und Energie (VdZ) und Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft (VDS) bei plus/minus 0 Punkten. Damit bewegt sich der Wert leicht über dem ifo-Geschäftsklima der gewerblichen Wirtschaft. Besonders das Fachhandwerk und die Industrie berichten von stabilen bis positiven Entwicklungen, während der Großhandel weiter mit schwierigen Rahmenbedingungen kämpft. Folglich bleibt die Lage in der Branche insgesamt gemischt. Die Industrie erreicht mit einem Geschäftsklima von plus 12 einen stabil positiven Wert, während installierende Unternehmen mit plus 14 noch leicht besser abschneiden. Der Großhandel hingegen verharrt mit minus 25 Punkten im negativen Bereich. Während die Auftragsreichweite im Handwerk mit durchschnittlich 10,1 Wochen solide bleibt, bremsen die anhaltenden Rückgänge im Neubau die Marktdynamik. Hoffnung macht jedoch der moderate Anstieg der Baugenehmigungen in mehreren Monaten des Jahres 2025. Das ist ein mögliches Signal für eine Trendwende im kommenden Jahr.

Sanitärbereich in der SHK-Branche im Aufwind

Besonders der Sanitärsektor sorgt für Zuversicht. Mit einem Geschäftsklima von plus 11 Punkten übertrifft er die Werte der Vorquartale deutlich und zeigt damit eine erste stabile Erholung. Die Krise in diesem Bereich hatte bereits im Jahr 2022 begonnen, doch mittlerweile deutet sich eine nachhaltige Aufwärtsbewegung an. In den Bereichen Heizung (-8) und Lüftung/Klima (-9) bleibt die Stimmung hingegen gedrückt. „Nach zahlreichen herausfordernden Monaten zeigt der Wirtschaftsbereich Haus- und Gebäudetechnik 2025 erste Signale einer Stabilisierung und leichten Verbesserung des Geschäftsklimas“, erklärt Jens J. Wischmann, Geschäftsführer von VdZ und VDS. „Die Branche zieht Impulse vor allem aus Instandhaltungs- und Sanierungsmaßnahmen.“ Besonders im Bereich Badmodernisierung nimmt die Nachfrage wieder zu, da viele deutsche Bäder in die Jahre gekommen sind und laut Wischmann „über ein Viertel der Wohneigentümer eine Renovierung plant“.

Verhaltener Optimismus für die Haus- und Gebäudetechnik in 2026

Für das Jahr 2026 rechnen die Verbände mit einer vorsichtigen Erholung. Laut den Prognosen des Marktforschungsinstituts B+L dürfte die Nachfrage aus Neubau und Sanierung leicht anziehen. Während im Wohnungsbau steigende Genehmigungszahlen für positive Impulse sorgen, bleibt der Nichtwohnbau mit einem Minus von 5,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr noch im Rückstand. Damit dürfte sich die Erholung in den kommenden Monaten uneinheitlich entwickeln. Dich trotz anhaltender Unsicherheiten zeigt das dritte Quartal 2025: Die Talsohle scheint durchschritten. Der Sanitärbereich gewinnt an Schwung, und auch im Handwerk hält sich die Auftragslage stabil. Die SHK-Branche steht damit an einem möglichen Wendepunkt, getragen von Sanierung, Service und einer langsam anziehenden Bautätigkeit.

Kommt jetzt endlich die Wende für die Baubranche?

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