Die SHK-Branche steht auch im laufenden Jahr vor anhaltenden Herausforderungen: Eine schwache Baukonjunktur und pessimistisches Geschäftsklima prägen das Bild. Doch es gibt Lichtblicke: Der Sanitärbereich bleibt stabil, und Installationsbetriebe zeigen Resilienz. Mit Fokus auf Innovationen und Exportchancen, besonders im Nichtwohnungsbau, bietet die ISH 2025 eine Plattform für zukunftsweisende Lösungen. Branchenexperten sehen das Potenzial in nachhaltigen Technologien und Sanierungsmaßnahmen, um die SHK-Wirtschaft wieder anzukurbeln.
Die Konjunktur im Bereich Haus- und Gebäudetechnik blieb auch im vierten Quartal 2024 weiter angespannt. Dabei lag das Geschäftsklima trotz einer leichten Erholung um fünf Punkte im Vergleich zum Vorquartal weiterhin mit minus 11 Punkten im negativen Bereich. Gleichzeitig ist die Stimmung im Vergleich zum Vorjahr durch die stabile Stagnation im Jahresverlauf unverändert. Die schwache Baukonjunktur, insbesondere im Neubausegment, wirkt sich weiterhin stark auf die Branche aus. Dennoch liegt das Geschäftsklima leicht über dem ifo-Index für die gewerbliche Wirtschaft. „Trotz der aktuellen Herausforderungen in der SHK-Branche sind wir optimistisch, dass wir mit unserer Innovationskraft und unserem Engagement gestärkt aus dieser Phase hervorgehen werden“, erklärt Jens J. Wischmann, Geschäftsführer der Wirtschaftsvereinigung Gebäude und Energie (VdZ) und der Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft (VDS). „Die bevorstehende ISH 2025 wird eine hervorragende Plattform bieten, um die neuesten Technologien und Lösungen zu präsentieren, die nicht nur den aktuellen Anforderungen gerecht werden, sondern auch zukunftsweisende Impulse setzen. Wir sind überzeugt, dass die Branche durch kreative Ansätze und nachhaltige Entwicklungen wieder an Dynamik gewinnen wird.“
Industrie, Großhandel und Installation mit unterschiedlichen Trends
Betrachtet man die wirtschaftliche Lage der drei SHK-Vertriebsstufen näher, wird eine differenzierte Entwicklung deutlich. Denn während sich die Stimmung in der Industrie im vierten Quartal mit minus sechs Punkten leicht verbesserte, blieb der Großhandel deutlich pessimistischer mit einem Geschäftsklima von minus 37 Punkten. Installierende Unternehmen zeigten sich dagegen vergleichsweise stabil und erreichten einen positiven Saldo von elf Punkten, obwohl hier im Jahresverlauf dennoch ein leichter Rückgang zu verzeichnen war. Dies unterstreicht die zentrale Rolle der Installationsbetriebe, die trotz der allgemeinen Schwäche in der Bauwirtschaft solide Ergebnisse erzielen konnten.
Produktbereiche: Sanitär bleibt stabil, Heizung und Lüftung schwächeln
Die Einschätzungen zur konjunkturellen Lage variieren auch stark zwischen den SHK-Produktbereichen. Der Heizungsbereich, der im Jahr 2023 noch positive Impulse lieferte, verzeichnete im vergangenen Jahr einen deutlichen Rückgang von minus 20 Punkten im vierten Quartal. Auch der Bereich Lüftung/Klima blieb trotz erster Anzeichen einer Erholung mit minus 26 Punkten tief im negativen Bereich. Im Gegensatz dazu zeigte sich der Sanitärbereich robust. Mit einem Saldo von fünf Punkten war er der einzige Produktbereich, der das Jahr 2024 mit einem positiven Ergebnis abschloss. Dies verdeutlicht die Bedeutung von Investitionen in den Sanitärbereich, die weiterhin eine stabile Nachfrage erzeugen.
Ausblick 2025: Hoffnung auf Erholung im Nichtwohnungsbau
Für das Jahr 2025 prognostiziert das Marktforschungsunternehmen B + L im Auftrag von VdZ und VDS eine Verbesserung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, insbesondere in wichtigen Exportmärkten. Während der Neubau von Wohnungen und Einfamilienhäusern in Deutschland weiterhin schwach bleiben dürfte, bieten der Nichtwohnungsbau und Sanierungsmaßnahmen Potenzial für eine Erholung. In europäischen Exportmärkten könnte die Nachfrage nach Neubauten früher anziehen und somit Chancen für die SHK-Branche eröffnen.

















