Ausbildungsabbruch in der Baubranche wirksam vermeiden

Bild zu: Ausbildungsabbruch in der Baubranche wirksam vermeiden
Foto: Roland Riethmüller

Das neue Ausbildungsjahr ist noch relativ frisch und doch gibt es auch jetzt schon genug Auszubildende, die entweder nicht glücklich sind mit ihrer Berufswahl oder diese sogar schon wieder beendet haben. Solche Fehlentscheidungen sollten bereits im Keim erstickt werden, um nicht nur die Enttäuschung sondern auch die Kosten auf Seiten der Betriebe gering zu halten. Die richtige und frühzeitige Unterstützung der Schulabgänger ist also entscheidend. Diese zu begleiten, hat sich die Baubranche zur Aufgabe gemacht.

Viele Jugendliche haben nach der Schule überhaupt keine klare Vorstellung, welchen Beruf sie ausüben möchten. Einige Schulabgänger lassen sich wohlmöglich in Berufe „drängen“ oder gehen den für sie einfachsten Weg, Hauptsache erstmal irgendwo untergebracht. Doch, dass sich diese Herangehensweise häufig und schnell rächt, sollte eigentlich selbsterklärend sein. Es ist somit allen Beteiligten geholfen, wenn jeder weiß, worauf er sich einlässt und dies auch nicht gleich wieder bereut.

Überwiegender Anteil der Auszubildenen ist zufrieden

Gemäß dem aktuellen Ausbildungsreport des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB) sollen wohl ein Drittel der Auszubildenden in Baden-Württemberg unzufrieden mit der Wahl ihrer Ausbildung sein. Die Handwerkskammer des Landes hat dazu allerdings eine ganz andere Auffassung. Denn im Grunde zeigt sich, dass etwa 20 Prozent der Jugendlichen „sehr zufrieden“ sind und immerhin 50 Prozent immer noch „zufrieden“ sind. Gerade einmal knapp sieben Prozent sind „eher unzufrieden“ oder „sehr unzufrieden“.

Um diese kleine, aber doch existente Zahl der unzufriedenen Auszubildenden noch weiter zu senken, sehen es die Industrie- und Handelskammern und auch die Handwerkskammern als ihre Pflicht, Schüler besser bei der Berufswahl zu unterstützen. Und zwar bereits auf den Schulen selbst, in enger Zusammenarbeit mit Lehrern. Nur so würde jeder Schulabgänger eine Ahnung davon haben, was ihn in seinem vermeintlichen Traumberuf in der Realität wirklich erwarte.

Weniger Ausbildungsabbruch durch bessere Betreuung

Letztlich sind es die genannten Kammern, die auch heute schon eng in den Ausbildungsprozess der Baubranche involviert sind und stets Ansprechpartner für Jugendliche und vor allem Betriebe sind. Es macht also durchaus Sinn, hier Hand in Hand mit Schulen und Lehrern auf die Jugendlichen zuzugehen. Sobald sich diese dann für eine Ausbildung in der Baubranche entschieden haben, kümmert man sich selbstverständlich weiter um die Schützlinge. Jeder Auszubildende kann sich mit seinen Sorgen und Nöten an die jeweilige Kammer wenden, die ihm dann dabei helfen wird, einen Weg zu finden, der nicht gleich mit einem Ausbildungsabbruch einher geht.

Nur durch kontinuierlichen und ehrlichen Austausch aller Beteiligten, wird es möglich sein, den Ausbildungsabbruch oder die Unzufriedenheit gänzlich zu vermeiden.

Kommentare

0 0 votes
Wie gefällt Ihnen dieser Artikel?
Abonnieren
Benachrichtige mich bei
0 Comments
Inline Feedbacks
View all comments

Dieser Beitrag hat Ihnen gefallen?

Dann melden Sie sich doch gleich an zum kostenlosen E-Mail-Newsletter und lassen sich über weitere Neuigkeiten wöchentlich informieren!

Hinweis: Sie können den Newsletter von meistertipp.de jederzeit und kostenfrei abbestellen. Ihre Daten werden nur zum Versand des Newsletters genutzt. Wir geben Ihre Daten nicht weiter. Mehr Informationen zum Umgang mit Nutzer-Daten finden Sie in unserer Datenschutz-Erklärung.

Das könnte Sie auch interessieren

Messen & Kongresse 2024

Der große Meistertipp-Kalender: Messen und Kongresse 2024 für Bauindustrie, Baugewerbe, Bauhandwerk und die Bauwirtschaft.

Newsletter

Verpassen Sie nichts mehr mit unserem kostenlosen Newsletter. So werden Sie frühzeitig über anstehende Veranstaltungen informiert und bleiben immer auf dem neusten Stand.

Hinweis: Sie können den Newsletter von meistertipp.de jederzeit und kostenfrei abbestellen. Ihre Daten werden nur zum Versand des Newsletters genutzt. Wir geben Ihre Daten nicht weiter. Mehr Informationen zum Umgang mit Nutzer-Daten finden Sie in unserer Datenschutz-Erklärung.