Bauabfälle praxisgerecht recyceln

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Foto: Roland Riethmüller

Aktuell werden über 90 Prozent der Bauabfälle aus Bodenaushub, Bauschutt und Straßenaufbruch verwertet. Bei dem hohen Aufkommen werden die Probleme jedoch früher oder später zunehmen und die Verwertungsquote bedrohen. Aus diesem Grund hat die Aktion Kreislaufwirtschaft Bauwirtschaft Bayern ein Positionspapier vorgestellt und die Landespolitik aufgefordert, aktiv zu werden und Lösungen anzubieten.

Die bayerischen Bau-, Baustoff-, Baustoffrecycling- und Garten- sowie Landschaftsbauverbände in Bayern haben sich im Rahmen der Aktion Kreislaufwirtschaft Bauwirtschaft Bayern zusammengeschlossen und kämpfen für eine bundesweit einheitliche, praxisgerechte Verordnung. Aktuell gibt es immer noch unterschiedliche Regelungen auf Länderebene, die die Bauwirtschaft behindern und den Abfalltourismus mineralischer Bauabfälle fördern.

In dem Positionspapier zur „Stärkung der Kreislaufwirtschaft in der bayerischen Bauwirtschaft: Praxisgerechte Regelungen zu Recycling, Verfüllung und Deponierung von Bauabfällen“ fordern die Verbände vor allem ein Umdenken. So werden die Herausforderungen im Umgang mit Bodenaushub und mineralischen Bauabfällen, sowie bei der Verwendung von Baustoff-Recyclingprodukten zunehmen. Das hat einen Anstieg von Zeit und Kosten bei Bauvorhaben sowie eine Ausdehnung der Halden zur Folge. Durch den verstärkten Transport der Bauabfälle wird mehr CO2 ausgestoßen und Verfüllungs- und Deponieraum auf Dauer knapp.

Nun ist die Landespolitik gefordert, Lösungen zu bieten. Dies fängt bei der bundesweiten Bedarfsanalyse für Verfüllungs- und Deponieraum an und reicht bis zur Bereitstellung genügender Verfüll- und Deponiekapazitäten. Darüber hinaus sollte ein praxisgerechtes Prüfverfahren für mineralische Bauabfälle etabliert werden, das von Entsorgungsweg entkoppelt ist. Auch sollten die Bauherren und Planer stärker in die abfallrechtliche Pflicht genommen und die Möglichkeiten zur Verwertung von nicht oder gering belasteten Böden optimiert werden. Außerdem sollte die Akzeptanz für die Verwendung von Recyclingbaustoffen und abgereinigten Böden auch durch Förderung gesteigert werden.

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