Kreislaufwirtschaft Bau: Politik lobt Strabag-Recyclingprojekt

Kreislaufwirtschaft Bau Politik lobt Strabag-Recyclingprojekt
Foto: Strabag / Carsten Baucke

Eine nachhaltige und ressourcenschonende Kreislaufwirtschaft in der Bauindustrie ist auch für die Politik ein aktuelles Thema von hoher Bedeutung. Daher besuchte kürzlich Bundesbauministerin Klara Geywitz die Baustelle vom Strabag Circular Construction & Technology Center. Das Pilotprojekt ist der Einstieg in das systematische Recycling von Bauschutt und soll branchenweit wie grenzüberschreitend Schule machen. In der Realität ist die Bauwirtschaft jedoch noch weit entfernt von dem Ziel.

Als europäischer Technologiekonzern für Baudienstleistungen startet der Baukonzern Strabag das systematische Recycling von Bauschutt aus der Region als sogenanntes “Urban Mining”. Denn derzeit läuft dafür auf dem Gelände vom ehemaligen Ölhafen in Bremen eine umfangreiche Flächensanierung. „Der Bedarf an Baumaterialien ist groß und die Ressourcen sind begrenzt”, betont Bundesbauministerin Klara Geywitz bei einem Besuch auf der Baustelle. “Wir müssen daher die Gebäude und das verbaute Material vergangener Generationen wertschätzen und mit Blick auf Klimaschutz und Energieeffizienz weiternutzen. Dazu zählt auch das Recycling.” Dabei betont sie auch, dass Strabag den Trend erkannt und damit den Weg zur Kreislaufwirtschaft Bau geebnet habe. Denn die Realität sehe bis jetzt noch ganz anders aus.

Ein langer Weg zur Kreislaufwirtschaft am Bau

Die Bauwirtschaft hat noch einen langen Weg vor sich. Nur ein Bruchteil der 229 Millionen Tonnen Bau- und Abbruchabfälle in Deutschland werden aktuell zu hochwertigen Rohstoffen aufbereitet. Nur rund 13 Prozent der Baustoffe bestehen aus recyceltem Material. Die Folge davon ist Knappheit der Ressourcen. Das Know-how für effizientes und ökologisches Stoffstrommanagement ist zwar vorhanden, aber die Nachfrage danach fehlt. Deshalb besteht Handlungsbedarf, um die Kreislaufwirtschaft in Schwung zu bringen.

Recyclingprojekt von Strabag soll bundesweit ausgerollt werden

Mit dem geplanten Strabag Circular Construction & Technology Center (C3) in Bremen setzt das Unternehmen einen Meilenstein zum nachhaltigen und zirkulären Bauen in der Zukunft. Dabei geht Strabag sehr ambitioniert vor: Nachdem die Flächensanierung und die Bauarbeiten abgeschlossen sind, sollen die Rückbaumaterialien sortenrein getrennt und zu Sekundärrohstoffen wieder aufbereitet werden. So soll ein Ersatz für die Primärrohstoffe entstehen. Zur Weiterentwicklung will Strabag das Zentrum zu einem Technologie- und Forschungsstandort ausbauen. Gleichzeitig soll ein Startup-Campus für Bauschuttrecycling und andere umwelttechnische Geschäftsfelder entstehen. In Zusammenarbeit mit Hochschulen, Fachinstitute und Prüfanstalten sollen darüber hinaus neue Recyclingmöglichkeiten für die Kreislaufwirtschaft der Zukunft erforscht und entwickelt werden. In dem Zentrum sollen rund 130 Menschen beschäftigt werden. Das C3 wird mit klimafreundlichen Baustoffen und Holz errichtet. Nach der Fertigstellung wird dieser Standort energieautark und klimaneutral betrieben. Damit leistet Strabag einen wichtigen Beitrag zur Kreislaufwirtschaft.

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