Bauwirtschaft anhaltend skeptisch gegenüber Onlinehandel

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Foto: Roland Riethmüller

Wenn es um den Verbraucher geht, dann boomt der Onlinehandel. Viele nutzen das Internet und kaufen ihre Waren bei Amazon und Co. Obwohl viele Fachhändler aus der Bau- und Installationsbranche ihre Waren auch über das Internet anbieten, stehen zwei Drittel der befragten Kunden aus dem Profibereich eher dem Online-Einkauf skeptisch gegenüber. Das hat eine aktuelle Branchenstudie ergeben.Es stellt sich die berechtigte Frage, wie das weitere Wachstumspotenzial für den Onlinehandel in der Bauwirtschaft aussehen wird, denn aktuell wird nur jeder fünfte Einkauf der Baubranche über das Internet abgewickelt. Laut einer aktuellen Studie von BauInfoConsult will bis zum Jahr 2020 jeder dritte Verarbeitungsbetrieb öfter online bestellen.Die Mehrheit der Betriebe ist skeptischDas Düsseldorfer Marktforschungsinstitut hat im Rahmen einer Studie 462 Verarbeitungsbetriebe gebeten, ihr eigenes Kaufverhalten im Internet bis zum Jahr 2020 zu analysieren. Die Umfrage ergab, dass 29 Prozent der Befragten häufiger ihre Produkte online bestellen wollen. Die Umfrage hat aber auch gezeigt, dass ein großer Teil immer noch sehr skeptisch gegenüber dem Einkauf über das Internet ist. Rund 59 Prozent der Befragten gaben an, bis zum Jahr 2020 nicht häufiger über das Internet bestellen zu wollen. Dieses Ergebnis sorgt doch ein wenig für Ernüchterung bei den Befürwortern des Internethandels.SHK-Installateure zurückhaltend, Maler begeistertEs sind besonders die SHK-Installateure, die eine große Skepsis walten lassen. Sie gaben an, nicht mehr als sonst online einkaufen zu wollen. Wer die Branche kennt, mag auch verstehen, warum das so ist. Für stundenlanges Suchen im Onlineshop nach kleinsten Teilen haben die meisten keine Zeit. In diesem Fall ist der Einkauf beim regionalen Fachhändler wesentlich einfacher, sicherer und weniger zeitaufwendig. Anders sieht es bei den Malern und Trockenbauern aus. Sie stehen schon jetzt dem Onlinehandel offen gegenüber und können sich auch vorstellen, in den kommenden drei Jahren noch häufiger als bisher über das Internet zu bestellen. Es handelt sich bei den Artikeln um Spachtelmasse oder Farbgebinde, bei denen das Aussehen keine Rolle spielt. Das Ergebnis zeigt aber auch, dass man mehr dafür tun muss, damit die Akzeptanz für den Onlinehandel bei den Betrieben steigt. Private Marketingstrategien könnten hier von Nutzen sein. Hilfreich wären zum Beispiel personalisierte Vorschläge für die Produkte oder Vorzugsbelieferungen. Das würde auch den eigenen Vertriebsweg steigern. Sinnvoll wären auch besondere Produktvorschläge für Premiumkunden.

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