Bauwirtschaft erwartet 2016 moderates Umsatzplus

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Foto: Roland Riethmüller

Die deutsche Bauwirtschaft boomt nach wie vor. Zwar ist die Entwicklung in einzelnen Sektoren der Branche wesentlich schwächer als in anderen, insgesamt überzeugt das Ergebnis aber durch einen positiven Trend. So positiv gestaltet sich auch die Aussicht der Baukonjunktur im Jahr 2016 für die Metropolregion Berlin-Brandenburg. Dabei muss aber auch hervorgehoben werden, dass sich Berlin selbst wesentlich schneller und besser entwickelt als Brandenburg. Dennoch sind beide Regionen gleichermaßen auf Erfolgskurs.

Betrachtet man die Baustellen in Deutschland, so fällt auf, dass diese immer weiter ansteigen. Zwar gibt es leider auch immer wieder Baustellen, die hier und da nicht fertiggestellt werden, doch ist die Gesamtlage am Bau trotzdem sehr gut. So auch in Berlin und Brandenburg, wobei Berlin dabei wesentlich besser abschneidet.

Entwicklung vom Wohnungsbau gut verhersehbar

In Brandenburg wird für das Jahr 2016 insgesamt ein Plus von 1,8 Prozent (3,920 Milliarden Euro) beim Gesamtumsatz gerechnet. Für den öffentlichen Bau entfallen dabei 1,150 Milliarden Euro (+4,5 Prozent), für den Wohnungsbau erwartet man 1,250 Milliarden Euro (+1,3 Prozent).  Die Entwicklung des Wohnungsbaus lässt bereits heute schon so gut vorhersagen, weil zusätzliche Investitionen bereits durch bestehenden Auftragseingang u.ä. belegbar sind. Der Wirtschaftsbau dagegen ist leider nicht so gut aufgestellt wie der öffentliche Bau und der Wohnungsbau. Hier erwartet man in Brandenburg lediglich 1,250 Milliarden Euro, was einer Seitwärtsbewegung entspricht. Und obwohl die Umsätze insgesamt ein Plus aufweisen, rechnet man nicht mit einer erhöhten Anzahl von Beschäftigten im Brandenburger Bau. Im Gegenteil, man geht sogar von einem leichten Rückgang um 0,2 Prozent aus.

In Berlin ist der Arbeitsmarkt beflügelt

Ganz anders stellt sich die Situation in Berlin dar. Hier wird der Arbeitsmarkt wohl eher beflügelt und man erwartet 16.100 Einstellungen mehr unter den gewerblichen Arbeitnehmern. Somit käme das einem Anstieg von 1,3 Prozent gleich. Auch der baugewerbliche Umsatz wird in 2016 höher ausfallen und damit einem Plus von 2,8 Prozent entsprechen. Im Detail bedeutet das einen Umsatz von 2,950 Milliarden Euro über alle Bereiche der Bauwirtschaft. Immerhin 620 Millionen Euro davon bleiben im öffentlichen Bau (+8,8 Prozent) und 1,250 Milliarden Euro beim Wohnungsbau (+4,2 Prozent) hängen. Beim Wirtschaftsbau wird man in Berlin in jedem Fall mit einem Rückgang um 1,8 Prozent rechnen.

Moderates Umsatzplus in Berlin und Brandenburg

Für die Betrachtung der Metropolregion selbst lassen sich die Zahlen dann wie folgt zusammenfassen. Der Gesamtumsatz wird um 2,2 Prozent auf wohl 6,870 Milliarden Euro steigen. Der absolute Motor der Region ist, wie auch in anderen Bereichen Deutschlands, nach wie vor der Wohnungsbau mit einem Zuwachs von 2,6 Prozent  auf 2,7710 Milliarden Euro. Aber auch der öffentliche Bau kann sich sehen lassen und bringt der Region gesamtheitlich ein Plus von 6,0 Prozent, was 1,770 Milliarden Euro entspricht. Durch die Entwicklung des Wirtschaftsbaus in Brandenburg selbst, gleicht sich das Gesamtergebnis für den Wirtschaftsbau dann noch aus und liegt für die Region nur noch bei einem Minus von 0,2 Prozent, was 2,330 Milliarden Euro entspricht. Im Gegenzug gleicht die gute Arbeitsmarktentwicklung in Berlin, die schlechtere in Brandenburg wieder aus und bringt für die Region ein Plus von 0,4 Prozent mit sich und damit eine Zahl von 37.750 gewerblichen Arbeitnehmern.

In jedem Fall bleibt das Jahr 2016 spannend für Berlin und Brandenburg, denn gerade die Flüchtlingsthematik bietet gleichermaßen Chancen und stellt diese Region vor große Herausforderungen, die es zu bewältigen gilt.

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