Berlin fördert das Handwerk

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Foto: Roland Riethmüller

Mit einem 32 Maßnahmen starken Aktionsprogramm machen die Handwerkskammer Berlin und vier verschiedene Berliner Senatsverwaltungen die Handwerksbetriebe in der Hauptstadt fit für die Zukunft. Das auf drei Jahre angelegte Programm bietet neben Förderungen in die Aus- und Weiterbildung auch einen Bürokratieabbau zur nachhaltigen Stärkung des Berliner Handwerks und eine Sicherung der Arbeits- und Ausbildungsplätze.

Zusammen mit der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Forschung, der Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Frauen, der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft sowie der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt hat die Handwerkskammer Berlin in dieser Woche das vierte „Aktionsprogramm Handwerk“ beschlossen.

Das Ziel des bis 2017 laufenden Aktionsprogramms ist die wirtschaftliche Wettbewerbsstärkung der 30.600 Berliner Handwerksbetriebe und die Sicherung ihrer rund 185.000 Arbeits- und mehr als 10.000 Ausbildungsplätze. Mit 32 Aktivitäten ist es damit das ehrgeizigste Programm, das jemals in Berlin angeboten wurde und wendet sich nicht nur an das Bauhandwerk sondern alle Gewerke im Handwerk. „Mit dem Aktionsprogramm werden Politik und Wirtschaft gemeinsam ganz konkret die Unternehmen unterstützen, sei es mit einer schnellen und effizienten Auftragsvergabe, der Berücksichtigung innovativer Produkte ‚made in Berlin’ oder der Förderung qualifizierter Arbeitskräfte“, kündigt Berlins Wirtschaftssenatorin Cornelia Yzer an.

Inhaltlich wird vor allem auf den Fachkräftemangel eingegangen. Dabei stehen Maßnahmen zur frühzeitigen Begeisterung des Nachwuchses und Gewinnung neuer Zielgruppen für das Handwerk auf dem Programm. Doch auch für die Aus- und Weiterbildung werden in Zukunftsthemen wie Energie-, Solar- oder Medizintechnik 250.000 Euro bereit gestellt. Darüber hinaus stehen für Unternehmensgründer wieder 500.000 Euro für den Bezug der Meistergründungsprämie zur Verfügung.

Ein weiterer wesentlicher Themenblock im Aktionsprogramm ist der Bürokratieabbau. So kündigten die Wirtschaftssenatorin und der Handwerkskammer-Präsident Stephan Schwarz eine Reform der Vergabepraxis bei öffentlichen Aufträgen an. Neben der Anhebung der Wertgrenzen für die Vergabe beschränkter Ausschreibungen und freihändiger Vergaben sollen vor allem die bürokratischen Vergabeverfahren bei öffentlichen Ausschreibungen beschleunigt werden. Damit will der Senat die Attraktivität der Teilnahme an öffentlichen Ausschreibungen erhöhen. Denn schließlich dient das Aktionsprogramm nicht nur dem Handwerk sondern wurde in gemeinsamer Abstimmung mit dem Senat als Win-Win-Situation beschlossen. „Die Wettbewerbsfähigkeit unserer Handwerksbetriebe nachhaltig zu stärken, das geht nur gemeinsam mit der Politik. Mit dieser Form der Zusammenarbeit zwischen Handwerk und Politik sind wir in Deutschland an der Spitze“, freut sich Schwarz.

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