Bester Ausbilder im Handwerk

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Foto: Baierl & Demmelhuber

Auszubildende im Handwerk haben bei verschiedenen Leistungswettbewerben die Möglichkeit, ihr Können unter Beweis zu stellen und dafür entsprechend ausgezeichnet zu werden. Doch wie sieht es eigentlich mit denen aus, die für die Ausbildung der Jugendlichen verantwortlich sind? Immerhin erbringen auch Betriebe und deren Ausbilder eine besondere Leistung, die sich dann  bei solchen Wettbewerben durch die Auszubildenden widerspiegelt. Handwerksunternehmer Johannes Demmelhuber wurde nun mit dem „Heribert-Späth-Preis“ für genau diese Leistung geehrt.

Natürlich muss jeder Betrieb, der ausbildet, besondere Anforderungen erfüllen. Doch während die einen dabei nur das normale Maß im Auge haben, gibt es Betriebe, die durch besonderes Engagement hervorstechen. Der Handwerksunternehmer Johann Demmelhuber verwirklicht eben diese außerordentliche Leidenschaft für die Ausbildung. Er hat erkannt, dass man die Ausbildung wesentlich attraktiver gestalten kann, als das manch anderer Betrieb tut. Dafür wurde er nun zu Recht mit dem „Heribert-Späth-Preis für besondere Ausbildungsleistungen im Handwerk 2013“ ausgezeichnet.

Demmelhuber hat seinen Innenausbau-Betrieb im oberbayerischen Töging am Inn (Altötting) und genießt in der Region einen guten Ruf. Vor allem für seine ganz spezielle Form der handwerklichen Ausbildung ist er bekannt und damit auch sehr erfolgreich. Demmelhuber ist weit mehr als ein klassischer Ausbildungsbetrieb. Die Ausbildung bei Demmelhuber avanciert inzwischen zu einer eigenen Marke.

Der Innenausbau-Betrieb von Demmelhuber beschäftigt mehr als 300 Mitarbeiter und bildet dabei in vier unterschiedlichen Gewerken aus: Schreiner, Metallbauer, Trockenbaumonteur und Maler und Lackierer. Dabei startet die Ausbildung nicht einfach nur mit dem ersten Arbeitstag. Vielmehr beginnt mit dem ersten Tag ein regelrechter Event, dem sich eine außergewöhnlich vielseitige, abwechslungsreiche und innovative Art der Ausbildung anschließt.

Wer bei Demmelhuber die Ausbildung beginnt, nimmt erst einmal an einem dreitägigen „Kick-Off“ teil, bei dem kulturelle Veranstaltungen, Motivationstraining sowie der Erfahrungsaustausch zwischen Auszubildenden und Ausbildern auf dem Programm stehen. Während der Ausbildung haben die Jugendlichen die Möglichkeit, an einem Austauschprogramm teilzunehmen, welches mit den Auslands-Niederlassungen in Österreich, Tschechien und Großbritannien sowie einem Partnerunternehmen in den USA durchgeführt wird. Darüber hinaus nimmt jeder Auszubildende an einem persönlich abgestimmten Karriereprogramm teil, welches durch ein betriebseigenes Seminar- und Ausbildungszentrum unterstützt wird.

Um kontinuierlich Nachwuchs für seinen Betrieb zu gewinnen, veranstaltet Demmelhuber jährlich einen Berufsinformationstag und führt eine Zusammenarbeit mit den örtlichen Schulen durch, die Praktika und Besichtigungen ermöglichen. Demmelhuber selbst vermittelt sein Fachwissen als Referent an zwei Hochschulen.

Eine ganz besondere Erfahrung können die Auszubildenden im zweiten Lehrjahr machen. Hierbei führen sie unter Anleitung der Ausbilder ein eigenes Unternehmen. Die Kunden stellen dabei die Beschäftigten von Demmelhuber dar. Bei diesem Projekt können die Auszubildenden alle Bereiche durchlaufen, die mit der Führung eines Unternehmens zusammenhängen. Dazu gehören eigenständige Marktrecherchen, Preis- und Produktgestaltung sowie Organisation und Abrechnung. Nach einem Jahr treten sie dieses Unternehmen dann an das nachfolgende zweite Lehrjahr ab.

Die Methoden von Demmelhuber mögen komplett anders sein, doch sind sie genau deswegen so erfolgreich. Wer bei Demmelhuber lernt bekommt von Beginn an einen ganz anderen Einblick in eine Handwerksbetrieb als anderswo.

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