Elektrohandwerk weiter auf Erfolgskurs

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Foto: Roland Riethmüller

Die Stimmung im Elektrohandwerk ist auf einem neuen Hoch. Laut einer aktuellen Umfrage erfreut sich die Branche bester konjunktureller Stimmung. Sowohl die Auslastung als auch die derzeitige Geschäftslage sind in diesem Bereich recht gut. Schon im letzten Jahr konnten sich Elektriker und Co. über gute Werte freuen, wie die Umfrage ermittelte. Diese konnten aktuell sogar noch verbessert werden.Einen positiven Blick auf ihre Geschäftslage haben 96 Prozent aller E-Handwerksunternehmen. Knapp 70 Prozent schätzen ihre Lage als „gut“ ein. Der Rest der Betriebe ordnet sich in der Note „befriedigend“ ein. Im letzten Jahr schätzten nur knapp 60 Prozent ihre Lage als „gut“ ein. Als Konsequenz ergibt sich ein Rekordwert im Geschäftsklimaindex vom Elektrohandwerk. Dieser liegt bei 81,5 Punkten. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Umfrage des Zentralverband der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH).Die Wirtschaft sorgt für gute AuslastungDank der positiven Baukonjunktur ist die Auftragslage auch im Elektrohandwerk recht gut. In vielen Betrieben sind die Auftragsbücher für zwei oder vier Monate voll. Gerade einmal 14,6 Prozent der Betriebe geben an, dass ihre Auslastung für gerade einmal zwei Wochen ausreicht. Dabei ist die Umsatzhöhe jedoch sehr stark von der Betriebsart abhängig. Der größte Teil des Umsatzes wird von Betrieben der Energie- und Gebäudetechnik erzielt. Mit 66,5 liegt dieser Anteil bei weit mehr als der Hälfte. Auf dem zweiten Platz folgen die Informations- und Telekommunikationstechnik mit nur noch 9,9 Prozent und anschließend die Automatisierungstechnik mit 4,9 Prozent. Die Vergabe der Aufträge kommt weiterhin verstärkt aus dem privaten Sektor und der gewerblichen Wirtschaft. Nur ein geringer Anteil entfällt auf öffentliche Arbeitgeber und Wohnungsbaugesellschaften.Aufschwung für die BeschäftigtenDie gute Auftragslage sorgt für einen Aufschwung bei den Beschäftigungszahlen und eine Verschärfung vom Fachkräftemangel. Fast jeder fünfte Betrieb hat im vergangenen halben Jahr neue Mitarbeiter eingestellt. Dies verursacht ferner, dass die Zahl der Mitarbeiter in der Branche um ca. 5.000 angewachsen ist und nun bei 480.000 liegt. Ebenso ist die Zahl der Auszubildenden angestiegen und beträgt aktuell 40.166.Kleinbetriebe mit bis zu vier Mitarbeitern bilden mit 31 Prozent den größten Anteil in der Branche. 24,6 Prozent bilden Betriebe mit fünf bis neun Mitarbeitern, 24,1 Prozent solche mit zehn bis 19 Angestellten und das Schlusslicht bilden größere Betriebe mit mindestens 20 Beschäftigten.Weiterhin positive Aussichten im ElektrohandwerkDie meisten Betriebe im Elektrohandwerk blicken zuversichtlich auf das nächste halbe Jahr. Sie gehen davon aus, dass sich ihre Lage weiterhin verbessern wird oder zumindest auf dem gleichen Niveau bleibt. ZVEH-Hauptgeschäftsführer Ingolf Jakobi freut sich über die guten Ergebnisse. Er weist darauf hin, dass sich Unternehmen und Fachkräfte der Digitalisierung jedoch weiterhin anpassen müssen, um diesen hohen Erfolgskurs weiterhin halten zu können.

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