Erneuerbare Energien: Baukonjunktur im Elektrohandwerk in Fahrt

Erneuerbare Energien: Baukonjunktur im Elektrohandwerk in Fahrt
Foto:Roland Riethmüller

An der Umstellung auf erneuerbare Energien führt kein Weg mehr vorbei, das ist das Ergebnis einer aktuellen Umfrage unter Innungsbetrieben des Elektrohandwerks. Dabei sollte primär die Frage geklärt werden, inwieweit Photovoltaik, Wärmepumpen, Batteriespeichern, Elektromobilität und intelligente Energiemanagementsysteme in Zukunft eine Rolle spielen. Das Ergebnis zeigt, dass die Baukonjunktur beim Elektrohandwerk durchaus weiter an Fahrt gewinnt.

Das Elektrohandwerk stellt die Weichen für eine klimaneutrale Zukunft. Eine Umfrage des Zentralverbands der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH) bei den Innungsbetrieben hat ergeben, dass die Konjunktur bei den elektrohandwerklichen Betrieben durchaus Fahrt aufnimmt. Die Zukunft wird also elektrisch! Die Umfrage fand zwischen dem 12. bis 16. September 2022 statt und belegt, dass die E-Handwerke gegenüber Zukunftstechnologien positiv eingestellt sind. Der ZVEH wollte ebenfalls wissen, inwieweit sich die Unternehmen auf die Bereiche Photovoltaik, Wärmepumpen, Batteriespeichern, Elektromobilität und intelligente Energiemanagementsysteme eingestellt haben und wie sich die Umsätze verändert hätten. Die Umfrage ergab, dass bereits 85 Prozent der Unternehmen im Bereich Elektromobilität tätig seien. Im Bereich Photovoltaik seien es nur knapp 50 Prozent der Befragten und 32,7 Prozent gaben an, dass sie auch Wärmepumpen installieren würden.

Überdurchschnittliche Umsatzzuwächse im Elektrohandwerk

Das verstärkte Engagement in die neuen Zukunftstechnologien im Elektrohandwerk spiegelt sich auch bei den Umsatzanteilen wider. In allen drei Bereichen sind die Umsätze gestiegen und wirken sich positiv auf die Baukonjunktur aus. Bei Photovoltaik fällt diese Steigerung sogar überproportional hoch aus. Der Service macht hier 3,4 Prozent des Umsatzes aus. Vor einem halben Jahr lag der Anteil noch bei 2,5 Prozent. Im Bereich Wärmepumpen und „LIS“ stiegen die Umsatzanteile auf 1,9 Prozent vom Gesamtumsatz. Bei LIS gehen 5,6 Prozent vom Umsatz auf das Konto von Dienstleistungen zurück. „Wenn Sie aktuell noch keine Leistungen in diesem Bereich erbringen: Wie wahrscheinlich ist es, dass Sie bis Ende 2025 hier Leistungen anbieten werden?“ Auch das wollte der ZVEH von den Teilnehmern/-innen der Konjunkturumfrage wissen. Schließlich braucht die Politik verlässliche Zahlen, um eine genaue Planung zu ermöglichen. Daraus ergibt sich auch, dass das Elektrohandwerk mehr Fachkräfte braucht, um die Baukonjunktur so richtig anzukurbeln.

Im Elektrohandwerk ist Photovoltaik ist noch nicht ausgereizt

Viel Potenzial steckt in der Solartechnologie. So gibt ein Drittel der E-Unternehmen, die derzeit in diesem Bereich noch nicht aktiv sind, an, sich hier bis zum Jahr 2025 engagieren zu wollen – 18,4 Prozent halten es für „sehr wahrscheinlich“ und 15,5 Prozent für „eher
wahrscheinlich“. Bei der Installation von Ladeinfrastruktur fielen die Antworten ähnlich aus. 13,2 Prozent sprachen sich für sehr wahrscheinlich aus, 14,7 Prozent eher wahrscheinlich. Die Befragten im Elektrohandwerk, die ein Engagement eher unwahrscheinlich halten, gaben an, dass die neuen Techniken nicht zum Geschäftsfeld passen würden. Weitere gaben an, dass es dazu auch an Mitarbeitern fehlen würde. Dass die neuen Technologien trotzdem ankommen, zeigt sich bei der Bereitschaft, die Mitarbeiter entsprechend zu schulen. Einige Betriebe gaben aber auch an, dass ein Personalausfall während der Weiterbildung im Elektrohandwerk nicht zu verkraften wäre.

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