Gebäudetechnik sorgt für volle Auftragsbücher im Elektrohandwerk

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Foto: Roland Riethmüller

Die Stimmung am Bau ist vor allem im Elektrohandwerk besonders gut. Hier sorgt hauptsächlich die steigende Nachfrage nach innovativer Gebäudetechnik für volle Auftragsbücher. Mit 76,7 Punkten im bundesweiten Geschäftsklimaindex der Elektrohandwerke wurde damit im Herbst ein neues Allzeithoch erreicht. Allerdings hat die hohe Betriebsauslastung auch seinen Preis, denn vielen Betrieben mangelt es akut an Fachkräften.

Die aktuelle Herbstumfrage des Zentralverbands der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH) zeichnet ein sehr positives konjunkturelles Bild im Elektrohandwerk. Wie das Volkswirtschaftliche Institut für Mittelstand und Handwerk an der Universität Göttingen unter 1.150 Fachbetrieben aus dem Elektrohandwerk bestätigt, sind 94,7 Prozent der Handwerksbetriebe mit ihrer konjunkturellen Situation zufrieden. Im Detail bewerten 61,5 Prozent ihre Geschäftslage mit “gut” und 33,2 Prozent mit “befriedigend”. Damit wurde der sehr positive Vorjahreswert von 92,8 Prozent erneut übertroffen. Allerdings unterscheiden sich die Werte zwischen Ost und West: So sind die Betriebe in den neuen Bundesländern mit 69,1 Prozent deutlich eher bereit, ihre Geschäftslage als “gut” zu bezeichnen als die Betriebe in den neuen Bundesländern mit nur 58,8 Prozent. Trotzdem erreicht der bundesweite Geschäftsklimaindex im Elektrohandwerk mit 76,7 von 100 Punkten ein neues Allzeithoch.

Deutlicher Rückgang der Öffentlichen Aufträge

Die Auftraggeber im Elektrohandwerk kommen fast paritätisch mit 38,4 Prozent aus der gewerblichen Wirtschaft und 36,4 Prozent aus Privathaushalten. Öffentliche Auftraggeber und Wohnungsbaugesellschaften machen etwa 13, bzw. 12 Prozent aus. Während Aufträge aus der gewerblichen Wirtschaft und von privaten Auftraggebern bei rund 25 Prozent aller Betriebe aus dem Elektronhandwerk im vergangenen halben Jahr zugelegt haben, gingen die Aufträge der Öffentlichen Hand um rund 22 Prozent zurück.

Auftragslage im Allzeithoch

“Das neue Allzeithoch spiegelt die vollen Auftragsbücher der Betriebe wieder. Wir freuen uns, dass die Märkte rund um die Gebäudeautomatisierung und die Energietechnik verstärkt an Dynamik gewinnen, denn sie bieten besonders spannende Tätigkeiten, die auf den Fachkräftenachwuchs einen großen Reiz ausüben”, erklärt ZVEH-Hauptgeschäftsführer Ingolf Jakobi und kündigt an, mehr junge Leute für ein Tätigkeit im Elektrohandwerk begeistern zu wollen. Denn der Fachkräftemangel wird immer mehr zum Hemmnis für das weitere Wachstum der Branche. So zwar schon die Beschäftigtenzahl in den letzten sechs Monaten um 22,4 Prozent gestiegen. Dennoch haben immer noch 40,6 Prozent der Betriebe offene Stellen.

Wachsender Einfluss der Digitalisierung

Eine zentrale Rolle mit nur bei der Fachkräftegewinnung wird dabei sicher auch das zunehmende Interesse an Digitalisierung einnehmen. Immerhin 64,3 Prozent der Handwerksbetriebe gehen davon aus, dass Digitalisierung künftig stärker die Betriebs- und Arbeitsprozesse beeinflussen wird. Mit 49,2 Prozent ist die Hälfte der befragten Betriebe überzeugt, dass Digitalisierung vor allem in der Kundenansprache und beim Service zum Einsatz kommen wird.

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