Volle Auftragsbücher und gute Stimmung – E-Handwerk im Aufwind

Volle Auftragsbücher und gute Stimmung - E-Handwerk im Aufwind
Foto: ArGe Medien im ZVEH

Der Geschäftsklimaindex zeigt, dass die wirtschaftliche Entwicklung der E-Handwerke weiter auf Erfolgskurs ist. Das zeigt eine im September durchgeführte Branchen-Umfrage. Zu verdanken ist dies der positiven Umsatzentwicklung bei den handwerklichen Tätigkeiten. Der Abwärtstrend konnte auch beim Verkauf von Waren in den Läden gestoppt werden. Der Anstieg ist auch dort in den Auftragsbüchern zu verzeichnen.

Die wirtschaftliche Entwicklung im Elektrohandwerk ist weiterhin sehr gut und erreicht fast den höchsten Stand seit Beginn der Corona-Pandemie. Das zeigt der Geschäftsklimaindex vom Zentralverband der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH). Dieser lag noch im Frühjahr 2021 bei 79,9 Punkten. Jetzt erreichte er seinen höchsten Wert mit 85,1 Punkten. Gegenüber dem Absturz im März 2020 legte der Index zu und liegt jetzt nur noch 3,1 Prozentpunkte unter dem sehr guten Wert, der kurz vor Beginn der Pandemie im März 2020 erreicht worden war. Damals waren es 88,2 Punkte.

Sehr gute Umsatzentwicklung im E-Handwerk

Die Stimmung hat sich seit Frühjahr 2021 deutlich verbessert. Damals lag diese noch bei 65,4 Prozent. Jetzt waren es bereits 74,0 Prozent. Zu verdanken ist dies den Umsatzsteigerungen bei den handwerklichen Tätigkeiten. Während 44,9 Prozent diese Umsatzsteigerungen verzeichneten, konnten 42 Prozent keine Veränderungen beim Umsatz feststellen. Eine Minderheit gab an, Umsatzeinbußen bei handwerklichen Tätigkeiten in Höhe von 13,1 Prozent verbucht zu haben. Der Abwärtstrend des Umsatzes scheint auch beim Verkauf in den Fachgeschäften gestoppt zu sein. 56,4 Prozent gaben an, dass sich am Umsatz in den letzten sechs Monaten nicht verändert hat. 23,4 Prozent meldeten eine Steigerung des Umsatzes und 20,2 Prozent berichten von Umsatzrückgängen.

E-Handwerke verfügen über volle Auftragsbücher

Das Auftragsvolumen ist ebenfalls angestiegen. 54,2 Prozent der Betriebe gaben an, eine Auftragsreichweite von mehr als zwei Monaten zu haben. Damit liegen die Zahlen sogar über dem Vor-Corona-Wert. Die Auftragsbücher zu dieser Zeit waren so voll, dass für mehrere Monate Arbeit vorhanden war. Das hat dazu geführt, dass der Corona-Effekt deutlich abgemildert war. Während der Pandemie sind jetzt einige Polster weggeschmolzen. Dass sich die Situation weiter entspannt, zeigt der Anstieg bei den Aufträgen. Die Leistungen der E-Handwerke sind auch weiterhin gefragt. Bedarf besteht immer noch beim Fachpersonal. Zwischen fünf und sechs Betrieben suchen immer noch Personal. Gefragt sind Gesellen und hochqualifiziertes Fachpersonal, was durch das Erschließen neuer Wachstumsmärkte wie Elektromobilität, Smart Home, Photovoltaik oder auch dem Ausbau des Breitbandnetzes weiter zunehmen wird. “Da Klimaschutz auch nach der Bundestagswahl eines der großen Themen sein wird, bin ich zuversichtlich, dass die E-Handwerke in Zukunft weiter an Bedeutung gewinnen werden”, erklärt ZVEH-Hauptgeschäftsführer Ingolf Jakobi. Fazit ist, dass sich die Pandemie kaum auf das Elektrohandwerk ausgewirkt hat und sich die Branche weiter im Aufwind befindet.

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