Forderung nach Weiterbildungs-Tarifverträgen am Bau

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Foto: Roland Riethmüller

Bildung ist eines unserer höchsten Güter, die keinesfalls vernachlässigt werden sollte. Doch leider geschieht dies in der Praxis immer noch viel zu oft. Zumeist sind es der Mangel an Zeit, als auch die entstehenden Kosten, die abschrecken, Maßnahmen für Bildung durchzuführen. Dies lässt sich insbesondere in Handwerksbetrieben immer wieder beobachten. Daher wird gerade in Zeiten des Fachkräftemangels  die Umsetzung von Weiterbildungs-Tarifverträgen gefordert.

Die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) macht sich aktuell mit Nachdruck dafür stark, die berufsbegleitenden Qualifizierungen im Handwerk voranzutreiben. Denn gerade eine kontinuierliche Weiterbildung ist das A und O für einen langfristigen Erfolg eines Unternehmens. Darüber hinaus haben auch die Beschäftigten nachweislich ein Interesse daran, sich weiterzuentwickeln, um mit den vielen Veränderungen von Normen u.ä. Schritt halten zu können.

Weiterbildungs-Tarifverträge helfen der Förderung von Beschäftigten

Die IG BAU ist davon überzeugt, dass die Beschäftigten in Handwerksbetrieben ein starkes Interesse daran haben, an Weiterbildungen teilzunehmen. Letztlich ist es auch in ihrem persönlichen Sinne, stets auf dem aktuellen Stand des Fortstritts zu sein. Um Beschäftigten langfristig diese Möglichkeit zu geben, setzt sich die IG BAU dafür ein, Weiterbildungs-Tarifverträge einzuführen.

So stellt Dietmar Schäfers, IG BAU-Bundesvorsitzender, klar: „Wer Fachkräfte für das Handwerk begeistern und langfristig halten will, muss Bildung und Weiterbildung in Tarifverträge aufnehmen. Oft scheitern die Qualifikationen an Zeit und Geld. Wir wollen klar für alle Betriebe regeln, dass Beschäftigte ein Recht auf systematische Weiterbildungspläne bekommen, ihnen ausreichend Zeit für Qualifikationen eingeräumt wird und sie am Ende nicht auf den Kosten sitzen bleiben.“

Der Wandel macht Qualifizierungen unverzichtbar

Ob Digitalisierung oder Bautechnolgie – heutzutage entwickelt sich alles so schnell, da ist es absolut unverzichtbar, dass Beschäftigte stets auf dem neusten Stand bleiben. Doch das ist eben nur möglich, wenn man sie durch gezielte Qualifizierung auch an diesen Veränderungen teilhaben lässt. Daher ist es von größter Bedeutung, seine Facharbeiter entsprechend zu fördern und zu stärken. Und mal ganz abgesehen von dem Bildungsaspekt, steigt bei den Beschäftigten durch solche Qualifizierungsmaßnahmen auch die Motivation. Denn letztlich fühlt sich jeder gut, wenn er weiß, dass sein Arbeitgeber ihm vertraut und in ihn investiert. Damit ist eine Qualifizierung seiner Beschäftigten, eine Win-Win-Situation für den Handwerksbetrieb und den Beschäftigten. Für Dietmar Schäfers ist deshalb klar: „Tarifvertragliche Regelungen können sicherstellen, dass die Weiterbildung nicht dem Zufall überlassen wird.“

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