Inflation in Deutschland niedriger als erwartet

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Claudia Hautumm / pixelio.de

Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) aktuell mitteilt, wird sich der Verbraucherpreisindex in Deutschland im September 2010 gegenüber September 2009 nach bisher vorliegenden Ergebnissen voraussichtlich um 1,3 % erhöhen. Wie in den Vormonaten wird die Teuerungsrate maßgeblich durch die starken Preiserhöhungen bei leichtem Heizöl und Kraftstoffen sowie bei Obst und Gemüse bestimmt. Damit steht dem Verbraucher weniger Geld zur Verfügung, was sich negativ auf das private Bau- und Sanierungspotenzial auswirkt. Insgesamt bleibt die Inflation deutlich unter dem Niveau von knapp 2,0 %. Dies ist der von der Europäische Zentralbank (EZB) als angemessen bewertet Betrag.

Der für europäische Zwecke berechnete harmonisierte Verbraucherpreisindex für Deutschland wird sich im September 2010 gegenüber September 2009 voraussichtlich um 1,3 % erhöhen. Der Verbraucherpreisindex ist der zentrale Indikator zur Beurteilung der Geldwertentwicklung in Deutschland und wird als Orientierungsmaßstab etwa bei Lohnverhandlungen oder in vertraglichen Vereinbarungen über die Höhe von wiederkehrenden Zahlungen (sog. Wertsicherungsklauseln) verwendet. Er dient weiterhin zur Berechnung des realen Wirtschaftswachstums.

Bei der Berechnung des Verbraucherpreisindex geht man von einem „Warenkorb“ aus, welcher sämtliche Waren und Dienstleistungen enthält. Für die Messung der Preisentwicklung notieren rund 600 „Preiserheber“ in 188 Gemeinden Monat für Monat die Preise der gleichen Produkte in denselben Geschäften. Zusätzlich erfolgt für viele Güterarten eine zentrale Preiserhebung, beispielsweise im Internet oder in Versandhauskatalogen. Insgesamt werden so monatlich über 300.000 Einzelpreise bewertet.

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