Mehr energieeffizientes Bauen – Bewerbung als Bundesbauminister

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Foto: Arne Leibusch

Mit einer spektakulären Aktion hat kürzlich ein Bauingenieur aus Berlin augenzwinkernd auf die Missstände in der Bauwirtschaft aufmerksam gemacht. Mit einem Musikvideo im Stil von Udo Lindenberg bewirbt er sich als Bundesbauminister. “Erst Müller, jetzt Meyer?” ist seine Antwort auf mehr energieeffizientes Bauen und vernachlässigten Klimaschutz. Dabei wird er auch von der Modernisierungsoffensive unterstützt.Am vergangenen Freitag hat Ronald Meyer (54) medienwirksam seine offizielle Bewerbung als Bundesbauminister ans Kanzleramt geschickt. Doch nicht nur das allein sorgte für Aufsehen, gleichzeitig schickte er in Udo Lindenberg-Manier einen musikalischen Blues-Gruß gleich mit dazu: „Angie Sister, ich bin Dein lang vermisster Bundesbauminister.“Energieeffizientes Bauen braucht mehr BedeutungWas sich zunächst witzig anhört, ist vollkommen ernst gemeint. Meyer bietet den Bürgern eine volle Transparenz an. Statt die Vorgänge kompliziert zu machen, will er Verordnungen und die Fördermittelbürokratie abschaffen. „Das ist keine Traumtänzerei, sondern bereits heute in vielen Regionen Realität“, bestätigt Hermann Dannecker, Vorstand beim Deutschen Energieberater-Netzwerk (DEN e.V.), das mit der Modernisierungsoffensive kooperiert: „Es wird Zeit, dass der Funke endlich nach Berlin überspringt. Und warum nicht auch mit etwas Spaß und Humor? Letztlich können wir die Menschen nur mitreißen, wenn Klimaschutz auch mit einer gewissen Fröhlichkeit kommuniziert wird“, ist sich Dannecker sicher.Das Netzwerk der Modernisierungsoffensive gibt RückendeckungViele fragen sich, ist er ein schräger Vogel, ein Spinner oder meint er es wirklich ernst? Bekannt geworden ist Meyer aber auch dadurch, dass er im Jahre 2013 die Modernisierungsoffensive gestartet hat. Als Botschafter für den Klimaschutz vernetzt er mit der Initiative kommunale Klimaschutzmanager miteinander. Er hat sich aber auch mit Büchern, Fachseminaren und Rocksongs für das Energiesparen einen Namen gemacht und sich bereits am 22.11.2005 zum Dienstantritt von Angela Merkel für das Bauministerium beworben.Jetzt Versäumnisse der Vergangenheit nachholen“Von 1998 bis 2002 hat der parteilose Werner Müller, der bis 1997 bei der Veba Kraftwerke Ruhr AG als Vorstand für Energieeinkauf und Energieverkauf tätig war, mit Bundeskanzler Gerhard Schröder das Rad in Richtung, alte, fossile Energien gedreht”, schreibt Meyer in seiner Initiativ-Bewerbung an die amtierende Bundeskanzlerin und bietet eine gemeinsame Zusammenarbeit in stärkerer Ausrichtung auf Energieeffizienz und regenerative Energien an. Damit erhofft er sich endlich klimawirksame Lösungen und klare Signale der Politik. Mit seinem Engagement blickt er über den Tellerrand hinaus und beschränkt sich nicht nur auf eine Legislaturperiode. Im Zuge der gescheiterten Gespräche für die Jamaika Koalition sollte Frau Merkel vielleicht tatsächlich darüber nachdenken, einen Modernisierungsminister in ihr Kabinett mit aufzunehmen, gibt Meyer zu bedenken. Und wer wäre dafür besser geeignet als Ronald Meyer? Andere Alternativen gäbe es zum jetzigen Zeitpunkt ohnehin nicht. Wie er selbst in seiner damaligen Bewerbung sagte, mag diese Art der Bewerbung ungewöhnlich erscheinen. Dennoch möchte er keine Zweifel aufkommen lassen und macht deutlich, dass es ihm mit seiner Bewerbung ernst sei. Jetzt darf man gespannt darauf warten, ob er denn tatsächlich zu einem Bewerbungsgespräch eingeladen wird. 

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