Mehr Frauen am Bau gefordert

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Foto: Roland Riethmüller

Man kann es wohl kaum noch hören, aber der Fachkräftemangel ist allgegenwärtig. Dies zu lamentieren, sind viele Betriebe ausgesprochen gut. Doch Abhilfe zu schaffen, da tun sie sich mitunter schwer. Während man inzwischen auch Schulabgänger mit schlechtem Abschluss in Betracht zieht, sind es vor allem Frauen, die immer noch nicht als potenzielle Arbeitnehmerinnen in Betracht gezogen werden. Doch stellen gerade sie oftmals eine wahre Bereicherung dar. Die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) fordert daher ein Umdenken.

Dass der Fachkräftemangel definitiv ein Problem ist, wissen wir alle. Doch hilft es natürlich nicht, diesen immer wieder zu beklagen. Nur gezielte Maßnahmen zur Bekämpfung der Situation können langfristigen Erfolg mit sich bringen. Dabei gilt es auch, ein erhöhtes Augenmerk auf die Rekrutierung von Frauen im Handwerk zu legen. Immerhin sind sie heutzutage nicht minder qualifiziert als ihre männlichen Kollegen. Außerdem zeigt die Praxis, dass Frauen in Betrieben in der Regel für ein verbessertes Betriebsklima sorgen, da sie einfach eine andere soziale Kompetenz an den Tag legen.

Die IG BAU kritisiert in diesem Zusammenhang jedoch immer wieder, dass Betriebe eine zu geringe Bereitschaft zeigen, Frauen aktiv zu werben und einzustellen. Letztlich müssen Betriebe den Frauen aber verdeutlichen, dass sie in Bauberufen durchaus gebraucht werden und vor allem willkommen sind. Allzu oft scheuen Frauen nämlich die Bauberufe gerade wegen des groben Umgangs.

Nur wenn Betriebe dies erkennen und aktiv Frauen rekrutieren, werden es langfristig möglich sein, den Fachkräftemangel auszugleichen. Immerhin hat sich auch schon oft genug gezeigt, dass vermeintlich schlechte Schulabschlüsse nichts mit der praktischen Leistung im Beruf zu tun haben. Genauso sollte man es am Ende auch bei der Frage nach dem Geschlecht sehen.

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