Mehr Frauen für die Bauwirtschaft gewinnen

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Foto: Roland Riethmüller

Der Fachkräftemangel ist ein großes Problem der deutschen Wirtschaft. Vor allem die Bauwirtschaft ist mittlerweile verstärkt davon betroffen. Durch den Einsatz von Frauen am Bau könnte diese Problematik vermindert werden. Doch auch wenn in den letzten 15 Jahre die Frauenquote in der Wirtschaft gestiegen ist, müssen kontinuierlich weitere Anreize für Frauen geschaffen werden.Ein Ziel der europäischen und deutschen Politik ist die Erhöhung der Erwerbsbeteiligung der Frauen. Der demografische Wandel hat einen Fachkräftemangel zur Folge. Diesem könnte durch einen höheren Frauenanteil in der Wirtschaft entgegen gesteuert werden. Der Frauenanteil in der deutschen Bauwirtschaft ist seit jeher gering. Die Steigerung der Frauenquote könnte jedoch die Möglichkeit bieten, den negativen Folgen des Fachkräftemangels entgegen zu wirken. Die Baubranche leidet mittlerweile ebenso darunter, wie andere Branchen. Es dauert länger, bis freie Stellen besetzt werden können und es existieren mehr Ausbildungsstellen als Bewerber.Mehr Frauen in der WirtschaftDie Frauenquote im Baugewerbe konnte in den letzten 15 Jahren leicht gesteigert werden. Das Wachstum ist relativ betrachtet ebenso hoch wie im bundesweiten Durchschnitt. Hier stieg die Quote zwischen den Jahren 2000 und 2015 von 44 auf 47 Prozent, im Baugewerbe lag die Erhöhung bei einem Prozentpunkt von 12 auf 13 Prozent. Wird das Baugewerbe mit anderen Branchen verglichen, schneidet dieses sogar besser ab. Der Anteil der Frauen im verarbeitenden Gewerbe ist im oben genannten Zeitraum von 27,5 auf 25,5 Prozent gesunken. Eine erfreuliche Nachricht für die Bauwirtschaft bezieht sich auf die Quote der weiblichen Auszubildenden. Diese ist im Zeitraum von 2000 bis 2015 von 6,3 auf 7,3 Prozent gestiegen. Die meisten weiblichen Auszubildenden finden sich allerdings immer noch in einer kaufmännisch/technischen Ausbildung. Die Ausbildung zum Bauzeichner ist sogar hauptsächlich mit weiblichen Auszubildenden besetzt. Allerdings ist ein leichtes Absinken des weiblichen Anteils in diesem Bereich zu verzeichnen.Die Erhöhung der Gesamtquote ist dem gestiegenen Anteil der Frauen in den Ausbauberufen zu verdanken. Hier liegt eine Erhöhung von ca. einem auf zwei Prozent vor. Zudem konnte ein Anstieg des Frauenanteils im Dualen Studium von 2,5 auf ca. 8,0 Prozent verzeichnet werden.Reizvolle Aufgaben für FrauenFür viele Frauen sind anspruchsvollere Tätigkeiten, die oft mit einem Hochschulstudium verbunden sind, reizvoll. Der Frauenanteil in der Bauplanung ist mit 27 Prozent deutlich höher als der in der im Ausbau – oder Hoch- und Tiefbaubereich. Diese liegen im Vergleich bei 1,5 bis 3,3 Prozent. Das Augenmerk sollte im Angebot anspruchsvollerer Berufe für Frauen in der Bauwirtschaft liegen. Anstrengungen in diesem Bereich versprechen eine höhere Chance auf Verhinderung des Fachkräftemangels.

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