Mehr Nachhaltigkeit und Digitalisierung im Bauhandwerk

Foto: Roland Riethmüller

Die Nachfrage nach nachhaltigen Produkten steigt. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Studie zu den Themen Digitalisierung und Nachhaltigkeit im Bauhandwerk. Beleuchtet wurde in diesem Zusammenhang ebenfalls, welche Hilfen und Materialien für eine bessere Vermarktung notwendig seien. Dabei wächst auch die Bedeutung digitaler Tools. Denn Hersteller und Händler müssen Verarbeiter besser verstehen lernen und gezielter adressieren, um Fehlentscheidungen zu vermeiden.

Nachhaltigkeit und Digitalisierung wird auch im Bauhandwerk immer wichtiger. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Umfrage der Heinze Marktforschung unter 700 Verarbeitern aus 14 Gewerken. Dabei wurden die Fachkräfte aus den Bereichen Dach/Fassade, Gebäudetechnik, Innenausbau und Bauelemente gezielt zu den Kernthemen Digitalisierung und Nachhaltigkeit befragt. 55 Prozent der befragten Handwerker gaben demnach an, dass ein zunehmendes Interesse an nachhaltigen Produkten bei den Kunden bestehe. Drei Viertel der Handwerker äußerten zudem, dass sie ihre Kunden speziell auf nachhaltige Lösungen hinweisen würden, sofern solche verfügbar seien.

Nachhaltigkeit und Digitalisierung – Wertvolle Einblicke in die Kundenberatung

Die Studie macht auch deutlich, welche Materialien und Hilfen notwendig sind, damit sich nachhaltige Produkte besser verkaufen lassen. Aufschluss gab es auch darüber, ob sich die Kundenberatung in Sachen Nachhaltigkeit regional unterscheidet. Es wurde ebenso überprüft, auf welchen Auftraggeber die Beauftragung abzielt und ob es sich dabei um einen Neubau oder eine Sanierung handelt. Die Größe des beratenden Handwerksbetriebs spielte dabei ebenfalls eine Rolle.

Zunehmendes Interesse an digitalen Tools

Interessant waren auch die Ergebnisse in Sachen Digitalisierung. Im Mittelpunkt stand die Nutzung mobiler Geräte. Analysiert wurde der Einsatz von großen Bildschirmen, VR-Brillen, Videokonferenzen und Apps. 55 Prozent der Befragten gaben demnach an, dass das Interesse der Kunden gestiegen sei. Dazu zählt aber auch die entsprechende Beratung. Es bedarf guter Argumente, um nachhaltige Produkte besser verkaufen zu können.

Fehlentscheidungen müssen vermieden werden

„Wir stehen zurzeit an einem Wendepunkt“, fasst Thomas Wagner, Leiter der Heinze Marktforschung, die aktuelle Situation in der Baubranche zusammen. „Zum einen messen wir immer wieder den Wunsch nach nachhaltigen Lösungen. Zum anderen herrscht aber gleichzeitig die Meinung, dass die Investoren – aufgrund der Inflation – eher sparen und auf Standardprodukte setzen.“ Dies führe zunehmend zu einer Verunsicherung bei Marktleitern und Geschäftsführer der Bauzulieferindustrie. Wichtig für die Entscheider sei jetzt zu wissen, wie sie die Verarbeiter auf digitalem Weg erreichen und bedienen können. Diese Studie soll dies verdeutlichen, um das Treffen von Fehlentscheidungen zu vermeiden.

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