Mehr Sicherheit für Beschäftigte im Straßenbau

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Foto: BG BAU

Kürzlich waren Herbstferien, wodurch es zu einem erhöhten Verkehrsaufkommen auf deutschen Autobahnen kam. Da fallen einem natürlich Baustellen besonders häufig auf. Neben ihrem Ärger über eben solche Baustellen lassen viele aber außer Acht, dass hier auch Menschen arbeiten, deren Gesundheit es zu schützen gilt. Darüber sollte sich jeder Gedanken machen, der vielleicht einmal zu schnell an einer solchen Baustelle vorbeigefahren ist.

Es lässt sich überhaupt nicht bestreiten, dass wir auf den Straßen der Republik viele Baustellen haben, die uns sowohl im berufsbedingten Pendelverkehr, wie auch im Reiseverkehr jeden Tag massiv beeinträchtigen. Da kann es auch mal vorkommen, dass man seinen Ärger darüber an einem der Baustellenarbeiter auslässt oder aufgrund von Zeitdruck vielleicht nicht unbedingt auf den Abstand oder die Geschwindigkeitsbegrenzung in der Baustelle geachtet hat. Dass man damit jedoch den Beschäftigten in der Baustelle durchaus gefährdet, verkennen viele im ersten Moment.

Die Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft (BG BAU) weist daher daraufhin, dass der Schutz der Gesundheit aller Beschäftigten am Bau bereits in der Planung einer Straßenbaustelle entsprechend berücksichtigt werden kann. Dabei ist vor allem die gezielte Verkehrsführung im Baustellenbereich von größter Bedeutung. Dabei werden von vornherein durch einen Verkehrszeichenplan die Maße, Schilder, Verkehrseinrichtungen und klare Angaben, wie die Absicherungen festgelegt.

Mit einem solchen Verkehrszeichenplan kann man im ersten Schritt schon mal die körperliche Gesundheit des Beschäftigten sicherstellen. Dabei spielen vor allem Sicherheitsabstände zwischen dem arbeitenden Bauarbeiter und dem weiterhin aktiven Straßenverkehr eine ganz besondere Rolle. Da gerade solche Sicherheitsabstände nicht immer einzuhalten sind, sollten auch Geschwindigkeitsbeschränkungen konsequent umgesetzt und ggf. kontrolliert werden.

Gesundheitliche Gefahren, die sich leider nur schwer bis gar nicht beeinflussen lassen, sind die psychischen und gesundheitlichen. Zu den psychischen Belastungen zählen vor allem die Auseinandersetzungen und teilweise sogar Beschimpfungen, die Beschäftigte auf Baustellen durch die Autofahrerinnen und Autofahrer erfahren müssen. Letztlich machen ja auch die Bauarbeiter nur ihren Job, der uns allen im übrigen zu verkehrssicheren Straßen helfen soll. Andere gesundheitliche Beeinträchtigungen, wie beispielsweise durch Lärm oder Abgase gilt es durch entsprechende Schutzkleidung und –arbeitsmittel zu gewährleisten.

Wenn man bedenkt, dass zurzeit über 2,5 Millionen Nutzfahrzeuge im Einsatz sind, was gut mehr als ein Drittel ist gegenüber dem Jahr 1990 ist, wird einem klar, dass hier eine größere Vorsorge schon zu Beginn eine Bauphase zu treffen ist. Letztlich ist diese Entwicklung nicht rückläufig. Im Gegenteil, bis zum Jahr 2030 erwartet man eine Steigerung der Güterverkehrsleistung von 50 Prozent.

Wie in vielen anderen Bereichen der Bauwirtschaft, gilt es also auch bei den Straßenbauern, dass die Sicherheit und Gesundheit der Beschäftigten an erster Stelle steht.

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