Nachhaltigkeit im Bauen bringt Wettbewerbsvorteile

Bild zu: Nachhaltigkeit im Bauen bringt Wettbewerbsvorteile
Foto: Roland Riethmüller

Das Thema Nachhaltigkeit wird auch in der Bauwirtschaft immer wichtiger. So fügen sich mehr und mehr Betriebe und Baustoffhersteller diesem Thema. Denn auch sie haben erkannt, dass man frühzeitig mit der Welle mitschwimmen muss, um am Ende gegenüber den Mitbewerbern nicht den Kürzeren zu ziehen. Vor allem Transparenz spielt dabei eine wichtige Rolle und sollte ambitionierten Unternehmen und Herstellern in Fleisch und Blut übergehen.

Unsere Ressourcen werden immer knapper und dennoch gehen wir noch viel zu verschwenderisch mit ihnen um. Vor allem die Akteure der Bauwirtschaft verursachen dabei ein Drittel des Energieverbrauchs und der Treibhausgasemissionen. Darüber hinaus auch die Hälfte des Abfallaufkommens. Dass hier also dringend ein Umdenken stattfinden muss, versteht sich von selbst. Hier eine Kehrtwende zu erzielen, hat sich das Institut Bauen und Umwelt e.V. (IBU) auf die Fahne geschrieben, denn unsere Umwelt hat es verdient in einem ordentlichen Zustand erhalten zu bleiben.

Nachhaltigkeit am Bau ist immer wichtiger

Das IBU ist eine Gruppe aus Bauproduktherstellern, die die Meinung vertreten, dass Nachhaltigkeit eine hohe Priorität hat und deren Umsetzung zu ihrer Pflicht gehört. Dabei ist ihnen aber auch klar, dass ein Bauprodukt an sich nicht umweltfreundlich ist. Denn schließlich ist es kein klassisches Endprodukt und wird in der Regel noch weiterverarbeitet. Daher hängt der Einfluss eines Bauprodukts auf die Nachhaltigkeit natürlich immer von ganz unterschiedlichen Faktoren ab.

Energieeinsparung gleicht aus

Betrachtet man beispielsweise die Produktion eines zwei- oder dreifach verglasten Fensters, so ist dies gegenüber einem einfach verglasten Fenster natürlich im ersten Moment schlechter für die Ressourcen- und Energiebilanz. Doch berücksichtigt man, welche Energieeinsparung man nach dem Einbau durch diese Fenster erzielt, gleicht sich dies wieder um ein vielfaches aus.

Um die Wirkung der Bauprodukte also transparenter und nachvollziehbarer für die Kunden zu machen, erstellen die IBU-Mitglieder Umwelt-Produktdeklarationen (Environmental Product Declararation – EPD). Diese legen die Eigenschaften und Auswirkungen auf die Umwelt eines jeden Bauproduktes offen. Damit bieten EPDs eine relevante Basis für Gebäudezertifizierungssysteme.

Die Entstehung eines solchen EPDs erfolgt in der Regel in drei Schritten. Als erstes gilt es, dass der Bauprodukthersteller eine Ökobilanz seines Unternehmens vorweisen kann. Im zweiten Schritt muss das Unternehmen Mitglied des IBU werden. Dann, im letzten Schritt, wird das EPD durch einen unabhängigen Dritten verifiziert und vom IBU veröffentlicht.

Kommentare

0 0 votes
Wie gefällt Ihnen dieser Artikel?
Abonnieren
Benachrichtige mich bei
0 Comments
Inline Feedbacks
View all comments

Dieser Beitrag hat Ihnen gefallen?

Dann melden Sie sich doch gleich an zum kostenlosen E-Mail-Newsletter und lassen sich über weitere Neuigkeiten wöchentlich informieren!

Hinweis: Sie können den Newsletter von meistertipp.de jederzeit und kostenfrei abbestellen. Ihre Daten werden nur zum Versand des Newsletters genutzt. Wir geben Ihre Daten nicht weiter. Mehr Informationen zum Umgang mit Nutzer-Daten finden Sie in unserer Datenschutz-Erklärung.

Das könnte Sie auch interessieren

Messen & Kongresse 2024

Der große Meistertipp-Kalender: Messen und Kongresse 2024 für Bauindustrie, Baugewerbe, Bauhandwerk und die Bauwirtschaft.

Newsletter

Verpassen Sie nichts mehr mit unserem kostenlosen Newsletter. So werden Sie frühzeitig über anstehende Veranstaltungen informiert und bleiben immer auf dem neusten Stand.

Hinweis: Sie können den Newsletter von meistertipp.de jederzeit und kostenfrei abbestellen. Ihre Daten werden nur zum Versand des Newsletters genutzt. Wir geben Ihre Daten nicht weiter. Mehr Informationen zum Umgang mit Nutzer-Daten finden Sie in unserer Datenschutz-Erklärung.