Neue Forschung der Bauindustrie – Mooswände gegen Feinstaub

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Foto: Helix Pflanzen, Kornwestheim

In Deutschlands Großstädten werden die Grenzwerte für Feinstaub regelmäßig überschritten. Einen Beitrag zur Senkung der gesundheitsschädlicher Belastungen könnten Mooswände leisten. So sind Moose unter anderem wegen ihrer relativ hohen Widerstandsfähigkeit gegen Umwelteinflüsse besser als viele andere Pflanzen dazu geeignet, Feinstaub zu binden. Darüber hinaus sind Moospflanzen mit ihrer großen Blattoberfläche in der Lage, verhältnismäßig große Mengen an Feinstaub aus der Luft aufzunehmen und durch Verarbeitung in ihrem Stoffwechsel zu binden.

Zum Thema Reduzierung von Feinstaub durch den Einsatz von Moosen haben sich die Ed. Züblin AG, die Helix Pflanzen GmbH und das DITF – Deutsches Institut für Textil- und Faserforschung unter dem Projektnamen MoosTex zu einer Forschungsgemeinschaft zusammengeschlossen. Ziel der gemeinsamen Forschung ist es, ein modulares, mit Moos bewachsenes Wandsystem für urbane Umgebungen mit hoher Belastung durch Autoverkehr zu entwickeln.

Mooswände sollen Feinstaub und Lärm reduzieren

Dabei soll das fertige Produkt nicht nur eine möglichst hohe Reduzierung der Luftverschmutzung erreichen, sondern die Mooswände sollen auch zusätzlichen Lärmschutz bieten. Unterstützt wird die seit April 2017 im Rahmen des Moostex-Projektes laufende Entwicklungsarbeit bis 2020 durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie durch Fördermittel aus dem Förderprogramm ZIM (Zentrales Innovationsprogramm Mittelstand).

Aktuell werden zehn Mooswände in der Praxis erprobt

Zur Zeit dienen die aktuellen Forschungsarbeiten für die Mooswände vorrangig dazu, die zur Luftreinhaltung optimal geeigneten Moosarten sowie die dafür am besten geeigneten Formen der Bewässerung unter verschiedensten Umweltbedingungen zu identifizieren. Dazu befinden sich die ersten zehn Mooswände seit November 2017 unter realen Bedingungen an mehreren Standorten im Test, so in Ludwigsburg an der B 27, am Neckartor in Stuttgart auf dem Gelände des ADAC Württemberg sowie der Mitentwickler Helix und DITF.

Innovation hat bei Züblin Tradition

Das Projekt MoosTex zur Bindung von Feinstaub durch Mooswände steht ganz in der Tradition der bereits seit 1898 bestehenden Stuttgarter Ed. Züblin AG, die heute zur Unternehmensgruppe um die STRABAG SE gehört. So initiierte Züblin schon immer innovative Projekte für die Bauindustrie und ist auch heute in zahlreichen partnerschaftlich organisierten Public Private Partnerships bzw. dem unternehmenseigenen Partneringmodell entwicklungstechnisch engagiert.

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