Positive Baukonjunktur im Elektrohandwerk

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Foto: Roland Riethmüller

Unter Elektrikern und Elektro-Installateuren ist weiterhin eine gute konjunkturelle Stimmung zu verzeichnen. Den Beleg hierfür liefert die aktuelle Herbstumfrage im Elektrohandwerk. Viele Unternehmen sehen sich selbst und die aktuelle Baukonjunktur in einem guten Licht. Das wirkt sich positiv auf die Grundstimmung und den bundesweiten Geschäftsklimaindex aus. Gleichzeitig haben viele Betriebe unbesetzte Stellen und finden keine Fachkräfte.Im Verhältnis beurteilen sieben von zehn Unternehmen im Elektrohandwerk ihre Lage als „gut“, die anderen als „befriedigend“. Insgesamt sind es 96,7 Prozent der vom Zentralverband der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH) befragten Unternehmen, die die aktuelle Geschäftslage als positiv bezeichnen. Zum Vergleich: Im Vorjahr waren es noch 95,8 Prozent. Der Wert wurde somit erneut gesteigert. Zu beobachten ist allerdings ein Unterschied in den Bundesländern. So ist die Zufriedenheit im Osten weiter ausgeprägt als im Westen. Während in den neuen Bundesländern 75,2 Prozent ein „gut“ vergeben, sind es in den alten Bundesländern nur 68,9 Prozent. Ein weiterer neuer Rekordwert ist außerdem im bundesweiten Geschäftsklimaindex im Bereich E-Handwerk vorhanden. Auf einer Skala von eins bis hundert hat sich dieser in den letzten Jahren gesteigert und einen Wert von 83,5 Punkten erreicht.Gute Auslastung im ElektrohandwerkIn diesem Punkt können die Elektrohandwerk-Betriebe dank der Baukonjunktur nicht klagen. 41,7 Prozent haben volle Auftragsbücher für mindestens zwei Monate. Fast die Hälfte von ihnen sogar für über vier Monate. Eine Auslastung für die nächsten ein bis zwei Monate liegt bei 25,3 Prozent der Betriebe vor und lediglich 11 Prozent klagen über eine Auslastung von nur für bis zu zwei Wochen.Den überwiegenden Teil des Umsatzes erzeugen Projekte in der Energie- und Gebäudetechnik (67,7 Prozent). Danach folgen mit großem Abstand die Informations- und Telekommunikationstechnik (10,4 Prozent) und die Automatisierungstechnik (5,7 Prozent). Private Auftraggeber und die gewerbliche Wirtschaft sind hierbei die Hauptquelle der Aufträge (38 bzw. 37 Prozent). Einen deutlich kleineren Anteil am Umsatz der Unternehmen haben die öffentlichen Auftraggeber (14 Prozent) und Wohnungsbaugesellschaften (11 Prozent).Steigende Beschäftigungszahlen und viele offene PositionenDie Baukonjunktur sorgt dafür, dass die Beschäftigungszahlen im vergangenen halben Jahr in jedem vierten Unternehmen gestiegen sind. Nur 14,7 Prozent der Betriebe mussten einen Rückgang der Angestellten verzeichnen. Dabei wird vor allem auf qualifizierte Fachkräfte gesetzt. In der Hälfte der Elektrobetriebe sind offene Stellen zu besetzen. Kleinbetriebe mit bis zu vier Mitarbeitern sind mit 30 Prozent die am stärksten vertretene Betriebsgröße auf dem Markt.Gute Erwartungen für die ZukunftDie gute Baukonjunktur wirkt sich auch positiv auf die Erwartungen für das nächste halbe Jahr aus. Nur 4,8 Prozent der Betriebe rechnen mit einer Verschlechterung der geschäftlichen Situation in dieser Zeit aus. Hingegen gehen 21,7 Prozent von einer Verbesserung aus und 73,5 Prozent rechnen mit einer gleichbleibenden Entwicklung.

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