Recycling von Acrylglas: Konsortium gewinnt Förderprojekt

Recycling von Acrylglas: Konsortium gewinnt Förderprojekt
Foto: Pekutherm

Acrylglas konnte bisher kaum bis gar nicht recycelt werden. Diese Herausforderung hat Pekutherm, eines der größten PMMA-Recycling-Unternehmen, angenommen. Mit dem Projekt „Pace“ will man die Kreislaufwirtschaft von PMMA-Abfällen entwickeln. Gemeinsam mit der Polysecure, der Hochschule Pforzheim und einem Acrylglasanbieter hat man nun eine Lösung gefunden, die hochwertigen Kunststoffe zu erkennen und sortenrein zu verwerten. Somit will man den Markt erschließen, ohne dass die Qualität leidet.

Ein Industriekonsortium hat das Förderprojekt zur Acrylkreislaufführung gewonnen. Beteiligt waren Pekutherm Kunststoffe, Polysecure, die Hochschule Pforzheim und ein Acrylglasanbieter. Ziel war es, gemeinsam eine innovative Recyclinglösung zu finden, um hochwertige transparente Kunststoffe zu finden und entsprechend zu verwerten. Gefördert wird dieser Ansatz mit knapp 250.000 Euro. Das Konsortium mit dem Projektnamen „Pace“ soll innerhalb von zwei Jahren ein Konzept entwickeln, um gebrauchtes Acrylglas wiederzuverwerten. Während der Pandemie kam Acrylglas flächendeckend am Tresen oder in Wartezonen zum Einsatz. Doch auch in anderen Bereichen in der Bauwirtschaft kommt Polymethylmethacrylat (PMMA) immer stärker zum Einsatz. Insgesamt betrug das europäische Volumen im Jahr 2020 rund 230.000 Tonnen. Die Steigerung des Rezyklatanteils in Acrylglas-Produkten trägt zur Verbesserung der Kreislaufwirtschaft bei und ist gleichzeitig ein Antrieb für die am Programm beteiligten Unternehmen.

Kreislaufwirtschaft ist das erklärte Ziel für das Recycling von Acrylglas

Das Geisenheimer Unternehmen Pakutherm stellt sich dieser Herausforderung. „Wir sehen derzeit einen starken Anstieg der Nachfrage nach unseren qualitätsgesicherten Rezyklaten”, bestätigt Geschäftsführer Heiko Pfister. “Um den Markt weiter gut bedienen zu können, müssen wir weitere Materialquellen erschließen, ohne Abstriche an unserer Produktqualität zu machen. Hierfür haben wir mit Polysecure und der Hochschule Pforzheim starke und innovative Partner gefunden.“ Im Rahmen dieses Projekts soll von PMMA-Abfällen die Kreislaufwirtschaft entwickelt werden. Neben der systematischen Prüfung von Erkennungsverfahren sowie der sichtbaren Kennzeichnung von Halbzeugen wird in dem Vorhaben mit dem Einsatz von Fluoreszenzmarkern ein weiterer, völlig neuer Ansatz verfolgt.

Die eindeutige Erkennung von PMMA ist entscheidend

Anorganischen Fluoreszenzmarker werden den Acrylflasprodukten beigemischt und machen so eine eindeutige Materialerkennung möglich. Für eine überzeugende kreislaufwirtschaftliche Lösung für Acrylglas müssen nicht nur unterschiedlich stark vernetzte PMMA-Qualitäten erkannt, sondern auch andere glasklare Polymere wie Polycarbonat (PC), Polystyrol (PS), Styrol-Copolymere oder PET separiert werden. „Wir werden die technischen Entwicklungen systematisch durchführen und mit einer ökobilanziellen Bewertung begleiten“, kündigt Professor Jörg Woidasky von der Hochschule Pforzheim an.

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