Weiterhin schwere Zeiten in der Baubranche

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Foto: Mariocopa / pixelio.de

Grundsätzlich zeigt sich die Baubranche relativ optimistisch, wenn es um die derzeitige Entwicklung der Geschäftslage und die Aussichten für das kommende Jahr 2013 geht. Dennoch macht die aktuelle Deloitte-Studie „European Powers of Construction 2011“ deutlich, dass der Markt weiterhin hart umkämpft bleiben wird und keine wesentliche Entspannung zu erwarten ist.

Es ist unumstritten, dass sich der Umsatz der großen europäischen Bauunternehmen vom Jahr 2010 auf 2011 gesteigert hat – immerhin um 7,5 Prozent. Dennoch lässt sich aber nicht von der Hand weisen, dass die Profitabilität dagegen zurückgegangen ist. Alle großen Unternehmen setzen ihre Schwerpunkte derzeit auf Internationalisierung und Diversifikation, um so gegen die immer noch angespannte Lage in Europa anzukämpfen. Die Deloitte-Studie „European Powers of Construction 2011“ hat sich mit den Top 50 europäischen Unternehmen der Bauwirtschaft beschäftigt und zeigt, wie die Entwicklung in der Branche ist.

Wie auch in den Jahren zuvor sind die französischen Baukonzerne, die mit den höchsten Umsätzen in Summe. Dahinter rangieren Spanien, Großbritannien und Deutschland. Die drei größten Baukonzerne konnten dabei im Jahr 2011 ein Umsatzplus von 6,7 Prozent verzeichnen. Aber auch Deutschland muss sich nicht verstecken, denn immerhin sind drei deutsche Unternehmen in den Top 50  vertreten, zwei davon – Hochtief und Bilfinger – sogar in den Top 10.

Hinsichtlich der Investitionen, war bei allen Unternehmen ein Rückgang zu beobachten. Lediglich Rumänien und Schweden konnten beim Verhältnis Investitionen zum BIP über 200 Basispunkte zulegen. Hingegen sank der Wert in acht Ländern um mehr als 200 Basispunkte. Auch für das kommende Jahr 2013 wird in diesem Bereich keine Besserung erwartet. Wenn überhaupt nur für Polen und Deutschland. In Deutschland wurden im Jahr 2011 insgesamt 256 Mrd. Euro in die Bauwirtschaft investiert, was mehr ist als in jedem anderen Land Europas. Für 2012 erwarten die Experten in der EU einen Rückgang der Investitionen um 0,4 Prozent.

Es zeichnet sich auch ab, dass die Internationalisierung und Diversifizierung eine immer bedeutendere Rolle für die Unternehmen einnimmt. Die 50 größten Baukonzerne erzielten im Jahr 2011 erstmals den vorwiegenden Teil ihrer Umsätze – 52 Prozent – außerhalb ihrer eigenen Landesgrenzen oder auch außerhalb des traditionellen Baugeschäfts. Das stellt eine deutlich stärke Ausprägung dar als noch im Vorjahr.

Bei der Betrachtung der Margen, war ebenfalls ein Rückgang vom Jahr 2010 auf 2011 zu verzeichnen. Am profitabelsten war die türkische Enka Gruppe, die höchste Rendite konnte die spanische OHL vorweisen. Bezüglich der Marktkapitalisierung konnten nur Bilfinger und Strabag eine Steigerung gegenüber 2010 verzeichnen.

Insgesamt zeigt sich, dass der Bedarf an Fremdkapital immer mehr ansteigt. Dennoch haben es zwanzig der größten Baukonzerne im Jahr 2011 geschafft, ihren Verschuldungsgrad von 54 Prozent auf 51 Prozent zu senken.

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