Die Fachgemeinschaft Bau Berlin und Brandenburg (FG Bau) sieht die Gründe für die steigenden Preise in der Bauwirtschaft vor allem in der schlechten Umsetzung der Konjunkturpakete begründet. Der größte ostdeutsche Spitzenverband führt dies vor allem auf die schlechte und schleppende Umsetzung der Konjunkturmaßnahmen zurück und sieht keine nachhaltige Stärkung der Baukonjunktur.
Der Bauarbeiter- und Bauwirtschaftsverband in der Region Berlin und Brandenburg bemängelt die schlechte Umsetzung der Förderprogramme zur Stärkung der Baukonjunktur. So seien die vom Institut für Wirtschaftsforschung festgestellten Preissteigerungen bei öffentlichen Bauvorhaben primär auf die Konjunkturpakete zurückzuführen. Wolfgang Burkhard Wenkel, Hauptgeschäftsführer der FG Bau, begründet dies mit dem Verzicht oder der falsche Nutzung der erhöhten Schwellenwerte bei Ausschreibungen. „Wenn Verwaltungen immer wieder auf die gleichen Betriebe zurückgreifen, liegt natürliche eine eingeschränkte Wettbewerbssituation vor, die nach betriebswirtschaftlicher Logik auch steigende Preise zur Folge haben kann.“ Trotz mehrfacher Angebote zur Unterstützung bei der Verbreitung der Unternehmerbasis für beschränkte Ausschreibungen sei auf die Hilfe der FG Bau nicht zurückgegriffen worden.
Darüber hinaus wurde in Mitgliederumfragen eine schleppende Umsetzung der Konjunkturpakete bemängelt, was die Ergebnisse der Studie untermauere. Zwar werden die positiven Auswirkungen der Pakete aufgrund der langsamen Umsetzung nun auch noch in 2011 bemerkbar, doch kann dies nicht über die Umsetzungsdefizite in den Jahren 2009 und 2010 hinwegtäuschen, sagte Wenkel. So seien nicht nur die Konjunkturpakete viel zu spät angelaufen, auch die erhofften positiven Signale hinsichtlich Auftragseingänge und Umsatz blieben aus. Von einer nachhaltigen Stärkung der Baukonjunktur in der Region Berlin und Brandenburg könne keine Rede sein.

















