Zwischen Velpke und Grafhorst in Niedersachsen krachte in der Nacht zum Gründonnerstag bei Bauarbeiten ein Kran auf ein Gleis. ICE-Züge von und nach Berlin wurden umgeleitet und hielten nicht in Wolfsburg. Seit mehren Wochen erneuert die Bahn die Gleise, deshalb läuft der ICE-Verkehr von und nach Berlin auf dem Abschnitt nur eingleisig. Um 1.21 Uhr kippte ein schienengebundener Portalkran um so Lars Beyer, Sprecher der Bundespolizeidirektion Hannover.
Grund war eine gebrochene Schiene. Der Kran kippte vom gesperrten Baugleis auf das ICE-Betriebsgleis. „Ein Arbeiter wurde dabei leicht verletzt“, berichtet Bahnsprecher Egbert Meyer-Lovis. Ein weiterer Kran musste herbei geschafft werden, der den Portalkran von den Schienen hievte und über die Bundesstraße 188 auf einen Grünstreifen transportierte, wo er schließlich zerlegt wurde. „Die Oberleitungen mussten dazu verschwenkt werden“, sagt Bahnsprecherin Sabine Brunkhorst. Auch die B 188 wurde zeitweise gesperrt. Auf dem Gleis wurden defekte Schwellen und Schienen ausgetauscht. Das zog sich lange hin. Erst gegen 19 Uhr war die ICE-Strecke wieder frei.
Die Sperrung am Gründonnerstag, an dem viele Reisende mit dem Zug in den Osterurlaub starteten, hatte Folgen: Kein ICE von und nach Berlin hielt in Wolfsburg. Die Wagen wurden über Braunschweig und Magdeburg umgeleitet. Jeder betroffene Zug hatte rund eine Stunde Verspätung.

















