Zeitumstellung beibehalten – Baugewerbe braucht Helligkeit

Zeitumstellung beibehalten - Baugewerbe braucht Helligkeit
Foto: Roland Riethmüller

Geht es nach dem Baugewerbe, dann sollte die Zeitumstellung beibehalten werden. Schon jetzt ist abzusehen, dass die EU-Länder unterschiedliche Modelle planen. Einige Mitgliedstaaten wollen die dauerhafte Winterzeit, andere hingegen tendieren zur dauerhaften Sommerzeit. Auch in Deutschland gibt es unterschiedliche Meinungen zu diesem Thema. Fakt ist, dass das Baugewerbe von der eher eintretenden Helligkeit profitiert.

Ende des Monats ist es wieder soweit, die Uhren werden eine Stunde zurückgestellt. Mit dem Ende der Sommerzeit am letzten Sonntag im Oktober um 3.00 Uhr gilt bis zum letzten Sonntag im März um 2.00 Uhr die Normalzeit. Diese Regelung ist seit Jahren umstritten. Nun hatte kürzlich eine nicht repräsentative Umfrage eine überwältigende Mehrheit der Fürsprecher einer Abschaffung der Zeitumstellung in Europa gebracht. Doch auch wenn die Umfrage nicht bindend ist, so hat EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker eine Prüfung angekündigt.

Baugewerbe gegen Abschaffung der Zeitumstellung

Das Baugewerbe hat sich dazu klar positioniert. Man wolle keine Abschaffung der Zeitumstellung. Der Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands Deutsches Baugewerbe (ZDB), Felix Pakleppa, erklärte zu diesem Thema, dass die Umstellung der Uhrzeit nicht jedem einzelnen Mitgliedstaat überlassen werden solle. Das würde keinen Fortschritt bringen, sondern nur im Chaos enden. Schon jetzt sei klar, dass die Mitgliedstaaten völlig unterschiedliche Lösungsvorschläge hätten. Das beste Beispiel ist Dänemark und Polen. Während man sich im skandinavischem Nachbarstaat eine dauerhafte Winterzeit wünscht, möchte man in Polen hingegen lieber eine dauerhafte Sommerzeit.

Auch in Deutschland ist die Situation nicht eindeutig. Die Mehrheit wünscht sich zwar die Beibehaltung der Sommerzeit, doch diese Ergebnisse stammen aus dem Hochsommer. Es stellt sich die Frage, ob die Mehrheit auch so entschieden hätte, wenn die Befragung im Winter stattgefunden hätte.

Baugewerbe profitiert von Helligkeit auf der Baustelle

Die Beibehaltung der Sommerzeit hat auch Auswirkungen auf das Baugewerbe. Je nach Wohnort wird es mit der Beibehaltung der Sommerzeit erst gegen 10.00 Uhr morgens hell. Das bedeutet, dass es auf dem Weg zur Schule oder zur Arbeit noch dunkel ist. Auf Baustellen hat das ebenfalls einen Einfluss, denn die müssten beleuchtet werden. Eine andere Alternative wäre, dass die Beschäftigten länger arbeiten müssten. Aus diesem Grund plädiert das Baugewerbe für die Beibehaltung der Umstellung auf Winter- und Sommerzeit. Nur so lasse sich das daraus resultierende Chaos vermeiden.

Kritik einzelner Mitgliedsstaaten am Zeitplan

Kritik kommt aus den einzelnen Mitgliedstaaten auch wegen des Zeitplans. Die Deadline im April 2019 sei kaum zu schaffen. Der Zeitrahmen sei zu knapp, weil manche Länder immer noch nicht wissen, welches Zeitsystem sie nun haben möchten. Geht man nach dem Plan der EU-Kommission, müssen die Länder bis zum 31. März 2019 mitteilen, wie sie mit der Zeitumstellung umgehen wollen. Bis jetzt gibt es ein Land, das das jetzige System beibehalten will. Obwohl der Vorschlag der Kommission dieses ausschließt, will sich Griechenland nicht daran halten und beharrt weiter auf die Winter- und Sommerzeit.

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