Im Juni eröffnete der chinesische Baukonzern SANY seinen ersten Produktionsstandort in Deutschland. SANY ist einer der führenden Baumaschinen-Hersteller und möchte sich, trotz hoher Kosten am Standort, noch besser im Deutschen Markt positionieren. Vom Bedburger Industriepark Mühlenerft (Nordrhein-Westfalen) aus möchte man neben Europa auch Nordafrika beliefern. Daher soll der deutsche Standort als Europazentrum dienen. Das ehrgeizige Ziel der Chinesen besteht darin, Marktführer in der Branche zu werden.
Um diesem Ziel näher zu kommen, hat die Unternehmensleitung auch in die professionelle Mitarbeiterfindung investiert. Als eines der Top 5 Headhunter-Unternehmen für den Bereich Führungspersonal, Geschäftsführer und Topmanager in Europa, hat sich SANY für huntingheads International entschieden. Huntingheads International konnte sich unter insgesamt über 180 Personalberatungsgesellschaften behaupten und so innerhalb kürzester Zeit die führenden Köpfe des Managements sowie auch die Entwicklungsabteilungen zusammenstellen. Mit einer Startmannschaft von etwa 150 Mitarbeitern möchte man bis zum Jahr 2015 auf 600 Beschäftigte expandieren.
Die Wahl des Standort Deutschlands hat das Unternehmen ganz bewusst getroffen. „Die Kosten sind in Deutschland zwar hoch, dafür ist die Qualität aber auch erstklassig“, sagt Unternehmensgründer Wengen Liang. „Außerdem können wir den europäischen Markt zielgenauer bedienen, wenn wir in Europa produzieren.“ Neben Europa ist auch Nordafrika als zukünftiger Partner eingeplant. Auch dort soll das Geschäft vom neuen Standort ausgebaut werden.
Unternehmensgründer Liang plant bis zum Jahr 2015 einen Umsatz von einer Milliarde Euro mit einer Produktion von bis zu 1.870 Baumaschinen. Darüber hinaus ist Liangs Engagement bisher die größte Privatinvestition in Deutschland. Diese soll letztlich eine Win-Win-Situation für beide Seiten bringen. Liang erhofft sich eine Imageverbesserung chinesischer Produkte. Die Bürgermeister von Bergheim und Bedburg, die den Industriepark Mühlenerft gemeinsam vermarkten, freuen sich ebenfalls über eine Imageverbesserung. Beide wissen, dass sich die Chinesen bewusst für Bedburg entschieden haben. Die Auswahl wurde immerhin aus gut 100 Standorten in Europa getroffen.

















