Trotz der einen oder anderen Negativmeldungen in der Vergangenheit zeigte sich die deutsche Baugewerbe in den vergangenen Monaten hinsichtlich ihrer allgemeinen Geschäftslage doch recht optimistisch. So wurden auch im August weitere Verbesserungen gegenüber dem Juli verzeichnet. Dennoch sind die Erwartungen der Branche nicht besonders hoch gesteckt, vielmehr geht die Mehrzahl der Unternehmen von einer gleichbleibenden Entwicklung aus.
Anlässlich der monatlichen Konjunkturumfrage des Zentralverbandes des Deutschen Baugewerbes unter seinen Mitgliedsbetrieben, wurden die Geschäftslage, die Erwartungen der Geschäftsentwicklung, die Nachfrage, die Bautätigkeit, die Auftragsbestände und die Investitionsneigung näher untersucht. Das Ergebnis war insgesamt zwar immer noch sehr gut, dennoch in den einen oder anderen Bereichen etwas verhalten.
Hinsichtlich der allgemeinen Geschäftslage sind alle befragten Unternehmen immer noch sehr positiv gestimmt, da auch im August eine Steigerung gegenüber dem Vormonat zu vermelden ist – und zwar in allen Segmenten. Selbst beim bisher stets stabilen Wohnungsbau konnten noch Verbesserungen verzeichnet werden. Im Wirtschaftsbau ist ebenfalls eine verbesserte Geschäftslage zu erkennen. Und auch das Sorgenkind, der öffentliche Bau, konnte Positives vermelden. Hier ist inzwischen nicht mehr nur Tiefbau besser entwickelt, sondern auch der Hochbau zieht dabei nach.
Hinsichtlich der Zukunft der Geschäftsentwicklung in den nächsten Monaten, ist allerdings keine allzu große Euphorie vorhanden. Die Einschätzung durch die Unternehmen ist dabei recht ausgeglichen, im Gros erwartet man eine gleichbleibende Entwicklung. Dennoch bleibt das Niveau der Geschäftsklimaeinschätzung weiterhin hoch.
Im Bereich der Nachfrage im Wohnungs- und Wirtschaftsbau bleibt die Entwicklung weiterhin gut, im öffentlichen Bau steht sie eher still. Auch die Bautätigkeit hat gegenüber dem Juli etwas abgenommen, was auch durch die geringe Kapazitätsauslastung der Geräte im Hochbau erkennbar war. Dabei schneiden die neuen und alten Bundesländer durchaus unterschiedlich ab. In den alten Ländern sank sie um fünf Prozent auf 61 Prozent, in den alten blieb sie stabil auf etwa 70 Prozent. Auch im Tiefbau stiegen die Werte gegenüber dem Juli der neuen Bundesländer um drei Prozent auf 71 Prozent an, während sie in den alten nur konstant (62 Prozent) blieben.
Bei der Bewertung des Auftragsbestandes ist die Zufriedenheit auch nicht allzu groß. Im öffentlichen Bau wird er als zu gering eingeschätzt, in den anderen Bereichen nur als ausreichend. Im Hochbau ist der Auftragsbestand demnach etwa so hoch wie im Juli, die Auftragsweite beträgt etwa 2,5 Monate in den alten und gut drei Monate in den neuen Bundesländern. Im Tiefbau liegt die Aussicht bei zwei Monaten für das gesamte Bundesgebiet gleichermaßen. Die derzeit nur geringe Investitionsbereitschaft wird dabei nicht hilfreich sein, denn auch sie ist im August zurückgegangen.

















