Anlässlich der Sitzung des Koalitionsausschusses, wie auch der Bereinigungssitzung des Haushaltsausschusses zum Bundeshaushalt 2012, fordert Felix Pakleppa, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbandes des Deutschen Baugewerbes (ZDB), die Aufrechterhaltung der Bauinvestitionen. Dabei sind ihm das KfW-Programm „Altersgerechtes Umbauen“, das Aufstocken der Städtebauförderung sowie die Anhebung der Verkehrsinfrastruktur-Investitionen besonders wichtig. Nur so kann man seiner Meinung nach gegen eine mögliche Rezession ankämpfen.
Obwohl die Baukonjunktur immer noch gut in Fahrt ist, sinken die Aussichten langsam. Umso wichtiger ist es, einer möglichen Rezession entgegenzuwirken. Wenn es nach ZDB-Hauptgeschäftsführer Pakleppa geht, so muss man an Bauinvestitionen festhalten. Dafür müssten aber auch die angestrebten Kürzungen im Bundeshaushalt gestoppt und stattdessen deren Ausweitung vorangetrieben werden. Nur durch Bauinvestitionen kann seiner Meinung nach die Binnenkonjunktur langfristig und wirkungsvoll gestärkt werden. Sobald dafür aber keinerlei Programme mehr zur Verfügung gestellt werden, sinkt der Anreiz für private und öffentliche Investoren.
Aus Sicht des Baugewerbes sind besonders drei Bereiche von besonderer Bedeutung, um die Konjunktur voranzubringen. Zum einen sind es die KfW-Programme zur energetischen Gebäudesanierung und zum anderen altersgerechte Umbauen. Gerade beim altersgerechten Umbau denkt die Regierung aber über ein komplettes Streichen der Mittel nach. Dass dies jeglicher Logik entbehrt, steht außer Frage, denn der demografische Wandel zeigt ganz klar die eigentliche Notwendigkeit dieser Maßnahme. Die Menschen werden heute immer älter und damit auch irgendwann pflegebedürftig. Dennoch bleiben viele von ihnen in ihren Wohnungen, da sie hier ihre vertraute und für sie wichtige Umgebung haben. Diese muss dann aber demnach irgendwann den Bedingungen angepasst werden. Die Beibehaltung der bisher rund 100 Mio Euro Förderung ist daher notwendig.
Auch die Kürzung der Städtebauförderung um circa 45 Mio Euro müsse verhindert werden. Laut Pakleppa wäre das komplett kontraproduktiv, da jeder Fördereuro weitere Investitionen von 17 Euro – privat wie öffentlich – nach sich ziehe. Demnach würde die Kürzung eigentlich einem Investitionsverzicht von 765 Mio Euro entsprechen. Das sei in der derzeitigen Situation absolut inakzeptabel, argumentiert der Hauptgeschäftsführer. Darüber hinaus sollten auch die Investition in die Infrastruktur angehoben werden. Die momentan geplanten 10 Mrd Euro seien definitiv zu niedrig, denn schon jetzt reichen die Mittel nicht aus. Dabei ist gerade eine intakte Infrastruktur die Basis für den Wohlstand eines Landes. Pakleppa sagt dazu: „Bauinvestitionen bedeuten Arbeitsplätze, Steuereinnahmen, Wohlstand im eigenen Land. Angesichts der sich eintrübenden weltweiten Wirtschaftslage brauchen wir diese dringender denn je.“
Aktuelle Meistertipp-Umfrage: Brauchen wir mehr Fördermittel?
https://www.meistertipp.de/brauchen-wir-mehr-foerdermittel

















