Anlässlich des 2. Deutschen Bauwirtschaftstages in Berlin wurde erstmalig das Efb-Zertifikat von der Zertifizierung Bau e.V. an ein Unternehmen verliehen. Das Zertifikat „Entsorgungsfachbetrieb – verwerten“ ging an das hessische Unternehmen Stutz GmbH Tief- und Straßenbau. Damit wurde das Zertifikat an ein klassisches Straßen- und Tiefbauunternehmen überreicht, welches nun offiziell bestätigt bekommt, dass recyclingfähige Materialien bei wechselnden Baustellen im Straßenbau unter abfallrechtlichen Vorgaben genutzt werden dürfen.
Mit dem Efb-Zertifikat geht die Zertifizierung Bau e.V. neue Wege im Bereich der Entsorgungswirtschaft. Das Zertifikat bescheinigt dem jeweiligen Unternehmen, die Möglichkeit zum Einsatz von mineralischen nicht gefährlichen Abfällen wie Beton, Ziegel oder Gemische aus Beton, Ziegel, Fliesen, Keramikfliesen und Keramik zur Wiederverwendung und –verwertung bei temporären Baumaßnahmen. Abfallrechtliche Vorgaben müssen selbstverständlich eingehalten werden.
Als Schritt in die richtige Richtung sieht dies Gerhard Winkler von der Zertifizierung Bau e.V.: „ Mit Etablierung dieses Fachzertifikats werden die Qualitätsstandards im Bereich der Entsorgung und Überwachung eindeutig angehoben, wir erhöhen die Effizienz der Überwachung und ebenso wird die Zuverlässigkeit von Entsorgungsunternehmen überwacht.“
Die Vorteile der Unternehmen sind zahlreich. Zum einen ist das Zertifikat von betriebswirtschaftlicher Bedeutung, das gerade die Kunden viel Wert auf solche Auszeichnungen legen. Aber auch auf Seiten der Behörden gibt es für die Unternehmen einige Erleichterungen durch das Zertifikat. Es entfällt für zertifizierte Betriebe die Transportgenehmigung oder Vermittlungsgeschäfte mit Abfällen nach §51 KrW-/AbfG. Darüber hinaus führt es zu Erleichterungen bei der Nachweisführung von gefährlichen Abfällen. Zusammengefasst sind damit auch Kosten für Behördengebühren gespart. Gerade für mittelständische Unternehmen ist die Auszeichnung mit dem Efb-Zertifikat sehr bedeutsam, um sich auf dem Markt zu behaupten.

















