10-Punkte-Plan: Baukosten sollen um 25 Prozent sinken

Foto: Roland Riethmüller

Wohnungsbau-Krise, explodierende Baukosten und langsame Genehmigungen bremsen die Baubranche immer stärker aus. Mit einem 10-Punkte-Plan sollen die Baukosten um bis zu 25 Prozent gesenkt, Verfahren beschleunigt und mehr Wohnraum geschaffen werden. Besonders spannend für Bauunternehmen und Handwerker: Statt nur auf Neubau setzt der Vorschlag stark auf Sanierung, Aufstockung und Umnutzung im Gebäudebestand. Das bietet neuen Chancen für Aufträge und bessere Margen. 

Der Wohnungsbau in Deutschland steckt tief in der Krise. Sinkende Fertigstellungszahlen, hohe Baukosten und langwierige Genehmigungsverfahren verschärfen weiter den Mangel an bezahlbarem Wohnraum. Das Deutsche Institut für vorbeugenden Brandschutz (DIvB) hat deshalb einen 10-Punkte-Plan vorgestellt, der kurzfristig mehr Wohnraum schaffen und gleichzeitig die Kosten deutlich senken soll. Besonders für Bauunternehmen, Handwerksbetriebe und Projektentwickler enthält das Papier brisante Ansätze. Denn nach Einschätzung des Verbandes könnte die Zahl neu gebauter Wohnungen im Jahr 2026 auf unter 200.000 fallen. Damit würde sich die Lücke zwischen Angebot und Nachfrage noch weiter vergrößern. Der Vorschlag des DIvB richtet sich an das Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB) sowie an das Bundesjustizministerium (BMJV). Im Fokus stehen Maßnahmen, die ohne neue Gesetze umgesetzt werden könnten. Das ist ein Punkt, der in der Baubranche für Aufhorchen sorgen dürfte. 

Statt Wohnungsbau, Bestand im Mittelpunkt der Baupolitik

Denn besonders interessant ist dabei, dass der Verband nicht nur im Neubau, sondern vor allem im Gebäudebestand großes Potenzial sieht. Umbauten, Nachverdichtungen und Nutzungsänderungen könnten schneller zusätzlichen Wohnraum schaffen als viele klassische Neubauprojekte. „Ausgangspunkt für den 10-Punkte-Plan waren unsere Erfahrungen im Rahmen des Stakeholder-Prozesses des BMWSB und des BMJV zum sogenannten Gebäudetyp E“, sagt DIvB-Geschäftsführer Axel Haas. Das eröffnet für Bauunternehmen neue Chancen in Bereichen wie Sanierung, Aufstockung, Dachgeschossausbau und Umnutzung bestehender Gebäude. Gerade mittelständische Handwerksbetriebe könnten von einer stärkeren Aktivierung des Bestandsmarktes profitieren.

Weniger Bürokratie, schnellere Genehmigungen

Ein zentrales Thema des Plans ist der Abbau von Verwaltungshemmnissen. Gefordert werden klarere Zuständigkeiten bei Behörden, Auslegungshilfen zur Beschleunigung von Genehmigungsverfahren sowie die Abschaffung interner Sonderregelungen. Dabei stehen auch DIN-Normen im Fokus. Das Institut fordert Klarstellungen zum Empfehlungscharakter von Normen und eine „Blacklist“ nicht anerkannter Standards. Für die Praxis könnte das bedeuten: weniger Streit über Anforderungen, mehr Planungssicherheit und geringere Risiken bei Ausschreibungen und Bauausführung. 

Baukosten massiv senken

Doch besonders relevant für Unternehmer ist die Kostenseite. Nach Angaben des DIvB seien Einsparungen von bis zu 25 Prozent möglich, ohne Brandschutz-Schutzziele zu gefährden. Auf Landes- und kommunaler Ebene seien weitere 10 bis 25 Prozent realistisch. Schließlich setzen steigende Materialpreise, hohe Finanzierungskosten und Fachkräftemangel die Branche seit Jahren unter Druck. Jede Entlastung bei Planung, Verfahren und Standards könnte deshalb direkte Auswirkungen auf Kalkulationen und Margen haben.

Mehr Rechtssicherheit für die Baupraxis

„Damit erhält das Behördenhandeln im Baugenehmigungsverfahren klare rechtliche Leitplanken“, so Haas. „Das könnte darüber hinaus auch mittel- und langfristig zu mehr Rechtssicherheit und zu effizienteren Bauprozessen führen.“ Genau dieser Punkt dürfte viele Betriebe interessieren: Wenn Entscheidungen schneller fallen, Vorgaben klarer werden und Risiken sinken, lassen sich Projekte wirtschaftlicher steuern. Der 10-Punkte-Plan trifft damit einen Nerv der Bauwirtschaft und könnte die Debatte über schnelleren, günstigeren Wohnungsbau neu entfachen.

Sind hohe Baukosten das größte Problem im Wohnungsbau?

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25% Baukostensenkung reicht nicht . Wir brauchen eine Revolution . Revolutionäre Lösungen auf: www.rod.de und Transformation der Bauwirtschaft : https://www.youtube.com/watch?v=e90MgvSc-50

BÜROKRATIE ist des Kreativen Tod !!
Beispiel gefällig ?
Stadtplanerischer Masterplan der Stadt Quickborn. Auf den ersten Blick teils wirklich gute Ansätze auf den Zweiten dann jede Menge Rückzieher und Einschränkungen ? Kennt man so sonst nur beim Tango-Tanz.
So wart dat nix !

Die richtige Technologie nutzen ist ein Schlüssel

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