Die Baufachmesse BAU 2015 meldet einen absoluten Besucherrekord. Über 250.000 Gäste reisten nach München zur ersten große Baufachmesse des Jahres, bevor sich die Messetore Ende letzter Woche wieder bis 2017 endgültig schlossen. Dabei wurde vor allem ein starker Zuwachs durch Besucher aus dem Ausland verzeichnet, um Produktneuheiten zu sehen, das Fachwissen zu erweitern und Informationen zur Weiterbildung zu sammeln.
Bundesbauministerin Barbara Hendricks eröffnete die Baufachmesse BAU 2015 in München vergangene Woche mit einem Appell an die Baubranche zur Übernahme der Verantwortung als „Schlüsselbranche“ für zentrale gesellschaftliche Aufgaben wie Klimaschutz, Energiewende, den demografischen Wandel und den Ausbau und Erhalt einer leistungsfähigen Infrastruktur. So sei es nur ein scheinbarer Gegensatz zwischen Umweltschutz und Bauen, der durch Stadtentwicklungspolitik und praxisnahe Planungsansätze auch durch das neue Bundesministerium für Umwelt und Bau gefördert werden wird. Gleichzeitig versprach sie, sich für bezahlbaren Wohnraum einzusetzen und öffentliche Bildungsbauten für besondere Energieeffizienz zu belohnen. Auch kündigte sie für 2016 eine Reform der Energieeinsparverordnung (EnEV) an.
Neben dem Top-IT-Thema BIM (Building-Information-Modelling) gehörten vor allem auch Produkt- und Systemlösungen zur Steigerung der Energie- und Ressourceneffizienz, sowie umweltfreundliche und ressourcenarme Baumaterialien und Technologien zu den Hauptthemen der diesjährigen BAU 2015. Vom 19. bis 24. Januar war in München alles vertreten, was Rang und Namen in der Baubranche hat. Insgesamt 251.200 Besucher bahnten sich an den sechs Tagen einen Weg durch die 17 Messehallen. Damit hat die BAU 2015 erstmals die magische Grenze von 250.000 Besuchern überschritten und alle Erwartungen übertroffen. Besonders die internationalen Gäste zeigten reges Interesse, was sich in einem deutlichen Anstieg von 20 Prozent bei rund 72.000 ausländischen Besuchern äußerte. Vor allem aus der China, Südkorea, Russland, Saudi-Arabien und der Türkei kamen im Vergleich zur letzten BAU in 2013 deutlich mehr Gäste.
„Die BAU hat sich mit den neuen Rekordzahlen jetzt auch eindeutig als Leitmesse außerhalb der EU herauskristallisiert“, freut sich Messe-Geschäftsführer Dr. Reinhard Pfeiffer. Denn damit hat die Messe alle Erwartungen der Aussteller und Besucher bei weitem übertroffen. Alle freuten sich über volle Messehallen, eindrucksvolle Messestände und professionelle Gespräch. Vor allem die Hersteller konnten teilweise einen zweistelligen Zuwachs an in- und ausländischen Kontakten verzeichnen. Thomas Lauritzen von Schüco verglich die BAU in München sogar mit dem, was die IAA für die Automobilbranche sei.
Ein paar Impressionen:
Bildergallerie von der BAU 2015

















