Baugewerbe kritisiert „Anreizprogramm Energieeffizienz“

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Foto: Roland Riethmüller

Mit dem „Anreizprogramm Energieeffizienz“ wird zwar grundsätzlich der Umfang der Förderung von Maßnahmen zur Gebäudesanierung ausgedehnt. Doch fehlt durch die einseitige Fokussierung auf die Heizungsmodernisierung die ganzheitliche Betrachtung der Gebäudesanierung, bemängelt der Zentralverband Deutsches Baugewerbe (ZDB). Nur durch eine neutrale Beratung mit ganzheitlichem Ansatz werden die ehrgeizigen Ziele der Bundesregierung erfüllt werden.

Die Bundesregierung hat kürzlich das „Anreizprogramm Energieeffizienz“ mit einem Fördervolumen von 165 Millionen Euro pro Jahr neu aufgelegt. Damit ersetzt das Programm die geplante steuerliche Förderung von energetischen Gebäudesanierungen. Der Zentralverband Deutsches Baugewerbe (ZDB) befürwortet zwar grundsätzlich die Anhebung des Fördervolumens im CO2-Gebäudesanierungsprogramm, bedauert jedoch die Aufgabe der steuerlichen Förderung.

„Besonders ärgerlich ist, dass mit dem neuen Programm der Anreiz einseitig auf den Bereich der Anlagentechnik gelegt wird“, beschwert sich darüber hinaus ZDB-Hauptgeschäftsführer Felix Pakleppa. Denn nur über eine ganzheitliche Analyse des einzelnen Gebäudes kann schließlich die richtige Sanierungsentscheidung getroffen und eine sinnvolle Reihenfolge zur Gebäudesanierung festgelegt werden. „Ohne die Optimierung der Gebäudehülle wird mit einer Heizungsmodernisierung der zweite Schritt vor dem Ersten getan.“

Durch diese einseitige Fokussierung auf die Modernisierung der Heizungsanlage werden die ehrgeizigen Pläne zur Energiewende durch eine Verdoppelung der Modernisierungsrate schwer erfüllbar. Außerdem widerspricht die Bundesregierung damit dem eigenen Anspruch auf einen ganzheitlichen Ansatz, gibt der ZDB zu bedenken. „Nur eine technologieoffene und materialneutrale Beratung, wie sie z.B. von Gebäudeenergieberatern HWK geleistet werden, garantiert den Gebäudeeigentümern eine Entscheidungshilfe für die richtige Investition und letztlich auch Investitionssicherheit“, so Pakleppa.

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