Auch weiterhin bleibt der Markt des Wohnungsbaus ein wichtiger Bestandteil der deutschen Wirtschaftskonjunktur. Dies hat die neueste Bauvolumenrechnung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) ergeben. Die Studie wurde vom Bundesbauministerium (BMUB) und dem Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) in Auftrag gegeben. Ihr zufolge konnte die Bauwirtschaft das höchste Wachstum seit 2011 vorweisen.“Das Fundament der Baukonjunktur in Deutschland wird auch künftig der Wohnungsbau sein“, so Martin Gornig, welcher als Autor der Studie tätig war und die Position der stellvertretenden Leitung der Abteilung Unternehmen und Märkte am DIW Berlin inne hat. Hiermit unterstreicht Gornig die Ergebnisse seiner Studie, welche eine 2,5-prozentige Steigerung der Bauinvestitionen ermittelt. Dies sei auf verschiedene Faktoren zurückzuführen. Eine allgemein als gut zu betrachtende Konjunktur in Deutschland wirkt sich positiv aus. Darüber hinaus sind die Zinsen für Kredite zum Wohnungsbau auf einem ausgesprochen niedrigem Niveau und der Wohnungsraum in dicht besiedelten Gebieten wird knapp. So ist Wohnungsbau derzeit besonders attraktiv.Auch der Staat trägt zu wachsender Bauwirtschaft beiAuch von staatlicher Seite sind die Beiträge zur aktuellen Baukonjunktur beträchtlich. Dies liegt vor allem daran, dass man derzeit versucht, Verschleiß und ungenügende Infrastrukturen zu kompensieren. Hierzu zählen unter anderem Förderungen zur Kinderbetreuung und andere Elemente, die dem Gemeinwohl dienen sollen. Ganz anders sieht es auf der Seite von Unternehmen aus, die in Anbetracht ihrer Baumaßnahmen eher zurückhaltend agieren. Hier sei sogar ein Rückgang zu erwarten. Dies ist darauf zurückzuführen, dass Unternehmen derzeit vorsichtig mit ihren Investitionen handeln. Die anstehenden Verhandlungen zum Brexit machen vor allem den Handel mit dem Ausland unsicher. Auch die bevorstehenden Wahlen in Deutschland und anderen Ländern der EU sorgen für unsichere Aussichten.Steigende Preise für Bauland vorauszusehenDie immer weiter steigende Nachfrage für privaten Wohnraum steht derweil vor einem anderen Problem in Sachen Baukonjunktur. Das verfügbare Bauland wird immer knapper. Dies hat steigende Preise für den Wohnungsbau zur Folge. „Aktionismus bei der staatlichen Förderung von Bauinvestitionen ist daher fehl am Platze“, sagt Claus Michelsen, ebenfalls Studienautor und Ökonom des DIW. Hiermit würde nur erreicht werden, dass Preise in noch größerem Maße steigen. Nun heiße es, genaue Lösungen zu finden, die sich mit dem knappen Wohnungsmarkt auseinander setzen. Eine Lösung wäre laut Michelsen, Gebäude aufzustocken und verfügbaren Wohnraum zu verdichten. Vor allem günstigen Wohnraum könnte die Bauwirtschaft so erzielen.

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Historische Fassaden stellen die energetische Sanierung bislang vor große Probleme. Ein Wiener Startup will das mit einer ungewöhnlichen Technologie ändern: 3D-gedruckte Fassadenelemente aus Sand sollen
















