Bauwirtschaft beim Recycling weiter erfolgreich

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Foto: Roland Riethmüller

Rund 90 Prozent der mineralischen Bauabfälle werden umweltverträglich verwertet. Das geht aus einem aktuellen Bericht der Initiative Kreislaufwirtschaft Bau hervor. Fast alle mineralischen Abfälle werden fast vollständig wiederverwertet und bleiben so im Stoffkreislauf. Die Mülldeponien werden dadurch entlastet. Über 12 Prozent der Gesteinskörnungen bestehen aus Recycling-Baustoffen, das teilte der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Baustoffe – Steine und Erden, Michael Basten in einem Interview mit.

Von rund 202 Millionen Tonnen Bauabfällen im Jahr 2014 wurden 181 Millionen Tonnen umweltverträglich weiterverwertet. Das macht rund 90 Prozent der Bauabfälle aus. „Mit einer Verwertungsquote von insgesamt 95 Prozent bei den Fraktionen ohne Bodenaushub, für die die EU-Abfallrahmen-Richtlinie zukünftig eine mindestens 70-prozentige Verwertung fordert, erfüllt die Initiative bereits heute deutlich ambitioniertere Ziele“, so Basten.

Die Unternehmen leisten einen vorbildlichen Beitrag

Der Hauptgeschäftsführer des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie, Michael Knipper teilte dazu mit, dass die meisten Unternehmen einen vorbildlichen Beitrag zum Ressourcenschutz leisten würden. Über 98 Prozent der Abfallprodukte im Straßenbau würden wieder verwertet werden, 94 Prozent davon sogar direkt vor Ort. Wolfgang Türlings, Vorsitzender der Bundesgütegemeinschaft Recycling-Baustoffe erklärte dazu, dass die recycelten Baustoffe zu keinerlei schädlichen Veränderungen der Grundwasserqualität geführt hätten.

Eine neue Mantelverordnung soll auf Bundesebene für Rechtssicherheit sorgen

Begrüßt wird die neue Mantelverordnung, die seit Februar diesen Jahres als Referentenentwurf vorliegt. Hieraus ergibt sich eine Chance auf bundeseinheitlichen Regeln anstatt des bestehenden Stückwerks, das auf Länderebene herrscht. Es sei wichtig, dass jetzt bundeseinheitliche Regelungen getroffen werden. Den bisherigen Regelungen fehlte es an rechtsverbindlichem Status, das erklärte erklärte Peter Kurth, Geschäftsführender Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Rohstoffwirtschaft. Trotzdem gibt es immer noch verbesserungswürdige Punkte. Viele Probleme, die von der Wirtschaft aufgezeigt wurden, sind aufgegriffen und gelöst worden, aber es müssen noch grundlegende Änderungen bedacht werden, so die Bilanz von Felix Pakleppa, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbandes des Deutschen Baugewerbes. Der Vorsitzender der Bundesvereinigung Recycling-Baustoffe, Michael Stoll, erklärte dazu: „Wir brauchen ein Regelwerk, das die Akzeptanz von Sekundärrohstoffen stärkt, das Bauen nicht verteuert und die Problematik der bereits bestehenden Kapazitätsengpässe bei Deponien nicht weiter verschärft.“ Der Staatssekretär Adler erklärte, dass der aktuelle Entwurf der Mantelverordnung dem Ziel näher gekommen ist, die entsprechenden Weichen zur Verwertung der mineralischen Bauabfälle zu stellen.

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