Vor der Sommerpause ist nach der Sommerpause. So wird schon jetzt bei den Notenbanken über die Zeit nach der Sommerpause diskutiert. Im Juli ist nicht mit einer Senkung der Bauzinsen zu rechnen. Erste Zinsschritte könnten allerdings im September möglich werden. Die Europäische Zentralbank hat bereits die Erwartungen im Juni erfüllt und den Leitzins gesenkt. Danach ist keine Senkung der Zinsen erfolgt.
Bei den Bauzinsen gibt es immer noch keine Trendwende. Trotzdem wird schon jetzt über die Zeit nach der Sommerpause spekuliert. So ist auch im Juli nicht mit einer Zinssenkung zu rechnen. Eine Änderung könnte es allerdings im September geben. Zuvor hatte die Europäische Zentralbank (EZB) bereits im Juni die Zinsen um 0,25 Prozentpunkte auf 4,25 Prozent gesenkt. Nach der Juli-Sitzung ist kein weiterer Zinsschritt erfolgt. „Der EZB-Rat ist sich über den Start in die Zinswende nicht so einig, wie das zunächst angenommen wurde“, kommentiert Jörg Haffner, Geschäftsführer des Maklerpools Qualitypool. Der Arbeitsmarkt und die Inflation sei stabil und die EZB könne damit unbesorgt eine Sommerpause einlegen. Im September sei dann, je nach Abhängigkeit der Marktentwicklung, mit einem weiteren Zinsschritt zu rechnen.
Im Juli wird über die Entwicklung der US-Zinsen entschieden
Ende Juli tagt das Zentralbank-System und Notenbank der Vereinigten Staaten von Amerika, das Federal Reserve System (Fed), und entscheidet über die Entwicklung der US-Zinsen. Bis jetzt gibt es noch keinen klaren Kurs. Die abwartende Haltung von Fed-Chef Jerome Powell liegt an den hohen Verbraucherpreisen. In den USA sind diese im Juni um 3,0 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen. „Powell sprach zuletzt davon, dass sich die ökonomische Entwicklung und der Arbeitsmarkt gut entwickelt hätten, ohne dass er daraus konkrete Schlüsse ziehen wollte“, erklärt Haffner. Ein Teil der Experten setzt aufgrund dieser positiven Aussage auf eine Zinssenkung im September. Im Juli ist jedoch keine Wende zu erwarten.
Die aktuelle Entwicklung der Bauzinsen
Seit Mai sind die durchschnittlichen Bestzinsen für Baufinanzierungen leicht gestiegen. Die 10-jährigen Zinsbindungen von 3,13 Prozent auf 3,30 Prozent, die 15-Jährigen von 3,28 Prozent auf 3,43 Prozent. Die Zinswende hat jedoch keine Auswirkungen auf den Anleihen- und Zinsmarkt. Eigentlich hatte man zum Jahresbeginn fest mit Zinsschritten der Notenbanken gerechnet. Darüber hinaus hat sich die US-Zinspolitik langsamer entwickelt als vorhergesagt war. Zurzeit fehlt es noch an deutlichen Signalen, die für eine Senkung der Bauzinsen sprechen würden. Wahrscheinlich ist eine leichte Schwankung der Bestzinsen um drei Prozent. Finanzierungen sind aufgrund des stabilen Umfelds möglich. Im November stehen in den USA die Wahlen an. Diese könnten die Wirtschaft und die Inflation beeinflussen. Vor diesem Hintergrund solle man sich mit einem Finanzierungsmakler in Verbindung setzen.

















