Brüssel stärkt duale Ausbildung und Meisterbrief

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Foto: Roland Riethmüller

Das Handwerk hat in den letzten Jahren immer wieder Wandel mitgemacht, die am Ende aber auch dazu beigetragen haben, dass es heutzutage so erfolgreich ist. Umso wichtiger ist es, hierbei  nicht den Anschluss zu verpassen und stets das inzwischen hohe Niveau beizubehalten. Dafür bedarf es aber auch ganz klar Unterstützung seitens der Politik. Die ersten Schritte in die richtige Richtung sind hierbei bereits in die Wege geleitet worden.

Der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) hat im Brüsseler Handwerksgespräch die Gelegenheit genutzt, mit dem EU-Abgeordneten Dr. Andreas Schwab (CDU) über die kürzlich erreichten Meilensteine im Europaparlament zu sprechen. Dabei handelt es sich insbesondere um die verabschiedete Berufsanerkennungsrichtlinie und die Verankerung der dualen Ausbildung in ganz Europa. Aber auch die offene Baustelle der Entsenderichtlinie war ein Thema des Gesprächs. Schwab bezog dabei ganz klar Stellung.

Für Schwab ist es in jedem Fall ein Erfolg, dass man es zum einen geschafft hat, berufliche und akademische Bildung auf einen gleichberechtigten Stand zu bringen. Auch das Handwerk macht sich schon lange dafür stark, dass man die berufliche Bildung nicht hinter die akademische stellen sollte. Mit der Berufsanerkennungsrichtlinie ist es demnach erstmals gelungen, beide Bildungswege gleichwertig zu betrachten.

In diesem Rahmen hat auch die im Ausland stets bewunderte duale Ausbildung einen neuen Stellenwert gewonnen. Immerhin wird sie nun auch in anderen europäischen Ländern verankert und umgesetzt. Diese Entwicklung hilft am Ende auch der deutschen Wirtschaft, denn wenn im Euroraum ein nahezu gleicher Bildungsstand herrscht, lässt sich auch der Fachkräftemangel besser bekämpfen. Bei aller Mobilität und Gleichstellung innerhalb Europas dürfe aber keinesfalls außer Acht gelassen werden, dass auch Referenzen wie der Meisterbrief unabdingbar sind. Für Schwab heißt das im Detail, dass man nicht anfangen dürfe, Zugangsbeschränkungen in den einzelnen Berufen aufzuheben.

Zur Entsenderichtlinie stellt Schwab folgendes klar: „Sicherlich brauchen wir faire, angemessene und transparente Kontrollkriterien, um Lohn- und Sozialdumping zu vermeiden – die Kontrollen liegen aber letztlich auch in der Verantwortung der Mitgliedsstaaten selbst. Gleichzeitig dürfen wir aber für einen echten gemeinsamen Markt auch nicht zu viel Bürokratie für diejenigen schaffen, die grenzüberschreitend arbeiten wollen.“ Damit macht sich Schwab für einen guten Mittelweg stark, mit dem allen Mitgliedsstaaten gleichermaßen leben können.

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