Dachdecker – auch ohne Abitur

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Foto: Bayerischer Dachdeckerhandwerk Landesinnungsverband

Der Fachkräftemangel prägt die junge Generation heute und wohl auch noch die nächsten Jahre. Dabei erhöht sich für viele auch der Druck sich zu entscheiden, welchen Schulabschluss sie anstreben und was sie danach tun. Dabei verlieren viele Jugendliche immer wieder aus den Augen, welche Perspektiven ihnen das Handwerk auch ohne Hochschulabschluss bieten kann. So ist es zum Beispiel auch der Beruf des Dachdeckers, der abwechslungsreich und perspektivreich für junge Schulabgänger ist. Und das ganz ohne Abitur.

Auch frühere Generationen taten sich oft schwer, wenn es um die Berufswahl ging. Doch gerade die Jugendlichen heute sind geprägt von dem Stigmata des Fachkräftemangels. Dabei denken viele in erster Linie, sie bräuchten unbedingt ein Abitur, um im Berufsleben Fuß fassen zu können. Dem ist natürlich für akademische Berufe absolut so. Doch gerade die Handwerksberufe verlangen kein Abitur. Doch fehlen ihnen trotzdem jedes Jahr viele Absolventen, weil diese lieber noch ein Abitur an ihre Schullaufbahn hängen. Ganz gleich, ob ihnen dieser Weg nur durch viel Mühe, wie Nachhilfen, möglich wird.

Es gilt also, den Jugendlichen deutlich zu machen, dass sie auch im Handwerk durchstarten und eine erstrebenswerte Karriere erwarten können. Dabei ist es vor allem der Beruf des Dachdeckers, der durch abwechslungsreiche und anspruchsvolle Arbeiten überzeugt. So muss ein Dachdecker sich stets auf die Verarbeitung unterschiedlicher Materialien samt ihrer Spezifika einstellen. Aber auch bei der Ausarbeitung neuer Normen oder energieeffizienter Bauweisen kann er partizipieren.

Wer also als gelernter Dachdeckergeselle arbeitet, kann unter Umständen sogar mehr als ein studierter Akademiker verdienen. Und beim Gesellentum ist längst noch nicht das Ende der Karriereleiter erreicht. Auch wenn man nur über einen Haupt- oder Realschulabschluss verfügt, kann man durch Zusatzqualifikationen seine Position verbessern. So bietet sich die Möglichkeit, sich für den Meistertitel zu qualifizieren aber auch eine Qualifikation zum Energieberater ist eine Option.

Es ist also zwingend erforderlich, jungen Schulabgängern klar zu machen, dass ein Abitur und Studium längst nicht das Maß der Dinge ist, um als Dachdecker erfolgreich zu sein.

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