Förderpreis des Handwerks vergeben

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Foto: Christine Seeger / Handwerkskammer Hannover

Jährlich – in diesem Jahr zum zwölften Mal in Folge – wurde von der Kurt-Alten-Stiftung der Förderpreis des Handwerks vergeben. Die Auszeichnung beinhaltet ein Preisgeld in Höhe von 5.000 Euro für leistungsstarke Handwerkerinnen und Handwerker. Seit der ersten Verleihung im Jahr 2000 sind so bereits 137.500 Euro an entsprechende Preisträger ausgeschüttet worden. Die Kurt-Alten-Stiftung wurde 1996 von dem Unternehmer Kurt Alten gegründet und ist seitdem eine private Stiftung.

In diesem Jahr wurde der Förderpreis des Handwerks in der Gruppe „Junge Meister bzw. Meisterinnen“ zweimal verliehen, da sich  gleich zwei Bewerber sehr positiv und damit förderwürdig hervorhoben. Die erste Preisträgerin ist es die 27-jährige Tischlermeisterin Annalena Schröder aus Hannover. Schröder begann nach ihrem Abitur erst einmal ein freiwilliges soziales Jahr im Bereich Denkmalpflege. Im Jahr 2006 begann sie dann ihre Tischlerlehre, bei der ihre Leistungen so überdurchschnittlich waren, dass sie als beste ihres Jahrgangs im Kammerbezirk Hannover abschloss. Danach entschied sie sich für die Meisterprüfung, die sie dann im Sommer 2011 ebenfalls sehr erfolgreich absolvierte. Sie bekam den Meisterbrief mit den Noten „sehr gut“ für das Meisterstück und „gut“ für die theoretische Prüfung überreicht. Auch das war Annalena Schröder noch nicht genug. Im Wintersemester 2011 startete sie nun auch ihr Studium des Holzingenieurswesens an der HAWK Hildesheim. Das Preisgeld möchte Annalena für die Finanzierung ihres Studiums einsetzen.

Der zweite Preisträger ist Christian Spahl aus Selent (bei Kiel). Er legte im Sommer 2011 seine Meisterprüfung vor der Handwerkskammer Hannover ab und baut sich bereits seine eigene Tischlerei in der Nähe von Kiel auf. Er will sich durch Qualitätsarbeit von seinen Mitbewerbern absetzen und so erfolgreich in seinem Bereich sein. Um diesen Schritt zu gehen, legte Christian Spahl einen detaillierten und nachvollziehbaren Businessplan vor und ging so den Schritt in die Selbständigkeit. Das Preisgeld möchte er für den Kauf eines Firmenfahrzeugs einsetzen, denn dieses fehlt ihm derzeit noch.

In der Kategorie „Geselle/Gesellin“ gab es nur einen Gewinner, den 23-jährigen Zimmerer Hauke Stoewer aus Hildesheim. Nach dem Abitur absolvierte Hauke Stoewer ein freiwilliges soziales Jahr und im Anschluss eine Ausbildung bei Zimmerermeister Uwe Korn in Bückeburg. Er schloss die Ausbildung mit einem der besten Ergebnisse im Handwerkskammerbezirk Hannover ab. Sein Gesellenbrief besteht ausschließlich aus Einsen und auch im Leistungswettbewerb des deutschen Handwerks in seinem Beruf wurde Stoewer im Oktober 2011 Kammersieger. Als nächstes möchte Hauke Stoewer den Bachelor-Studiengang Holzingenieurwesen abschließen und auch den Zimmerermeistertitel erwerben. Damit möchte er sich dann auf den Bereich der energetischen Sanierung von Altbauten zum Top-Fachmann spezialisieren.

Wie sich bei der Vorstellung der Gewinner zeigt, wissen alle drei ganz genau, wie sie sich ihren beruflichen Werdegang vorstellen – obwohl sie teilweise noch sehr jung sind. Das überzeugte auch die Jury der Kurt-Alten-Stiftung sehr. Handwerkskammerpräsident Walter Heitmüller betonte bei der Preisverleihung in diesem Zusammenhang auch noch mal, dass es derzeit keinen vergleichbaren Preis für die Förderung von besonderen Leistungen und technischen Berufen im Handwerk gibt.

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