Dämmung mit Styropor – 5 Irrtümer beim Dämmstoff

Foto: Roland Riethmüller

Schon seit vielen Jahrzehnten wird in Deutschland Styropor zur Wanddämmung eingesetzt. Doch obwohl der Baustoff zur Dämmung bestens geeignet ist, gibt es noch immer viele Vorurteile. Fünf Mythen ranken sich kritisch vor allem um den hohen Energieaufwand bei der Herstellung und die angebliche Schimmelgefahr in gedämmten Häusern. Dennoch überzeugt der Dämmstoff durch seiner anerkannten Dämmeigenschaften und die Fähigkeit, Heizenergie und CO2 einzusparen.

Bereits seit 70 Jahren wird Styropor zur Wanddämmung verwendet und auch heute ist der Baustoff eines der besten Mittel zur Dämmung von Gebäuden. Erfunden hat ihn ein Mitarbeiter von BASF. Doch trotz aller positiver Eigenschaften gibt es fünf große Vorurteile gegen diesen Baustoff. Der erste Mythos besteht darin, dass der Energieaufwand zur Herstellung zu hoch sei. Dadurch sei der Dämmstoff nicht besonders umweltverträglich. Zur näheren Beurteilung dieser Aussage muss dem Energieverbrauch der hohen Energieeinsparung gegenüber gestellt werden. Denn tatsächlich amortisiert sich Styropor bereits nach fünf bis acht Monaten. Praktisch eine Heizperiode. Ein Leben lang bleibt dieser Baustoff an den Fassaden und spart wertvolle Heizenergie und CO2 ein.

Abdichtung als Klischee: Fehlender Luftaustausch durch zu hohe Dämmung

Fakt ist, dass Styropor besonders im Winter für die benötigte Dämmung sorgt. Damit erfüllt der Dämmstoff seinen Zweck. Doch Kritiker behaupten, dass das Haus nicht atmen könne. Auch hier kann das Vorurteil entkräftet werden. Denn wer in seinen Räumen frische Luft haben möchte, muss ohnehin regelmäßig lüften. Daran führt kein Weg vorbei, denn 99 Prozent des Luftaustauschs sind nur auf diesem Weg möglich. Styropor ist für die Dämmung wichtig, für frische Luft sorgt das Öffnen der Fenster.

Vorurteil Schimmelbildung: Durch Styropor steigt die Gefahr

Das Vorurteil, dass sich in gedämmten Häusern Schimmel bildet, hält sich hartnäckig. Dabei verhält es sich genau umgekehrt. Eine gedämmte Wand wird nicht kalt. Das verringert die Schimmelgefahr deutlich. Denn Schimmel entsteht, wenn es in Innenräumen warm ist, aber die Wände kalt sind. Dadurch kondensiert die Feuchtigkeit der warmen Luft an der Wand. Dämmstoffe sorgen bei einer Beheizung für warme Wände. Feuchtigkeit kann sich so nicht niederschlagen.

Mythos 4: Styropor ist Sondermüll

Hartnäckig hält sich die Meinung, dass Styropor nicht recycelt werden kann. Das ist falsch. Denn im Dämmstoff sind keine Weichmacher oder Schadstoffe enthalten. Somit ist Styropor unbedenklich. Er kann mehrfach durch Schreddern oder durch Schmelzen und Granulieren zu 100 Prozent recycelt werden. Somit ist eine geschlossene Kreislaufwirtschaft möglich. Darüber hinaus kann der Dämmstoff auch zur Energiegewinnung genutzt werden, denn bei seiner Verbrennung entsteht Wärme, die man zur Stromerzeugung nutzen kann.

Dämmstoffe sind überflüssig bei alten Häusern

Das stimmt nicht. Zwar haben alte Häuser dicke Wände aus massiven Ziegelsteinen. Diese speichern jedoch nur für kurze Zeit Wärme. Aus diesem Grund kann nicht auf Styropor als Dämmung verzichtet werden.

Kommentare

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Da ist leider vieles Falsch. Styropor ist leicht entflammbar, lässt sich nur schlecht recikeln, Zwischen nachträglicher Dämmung und dem alten Aussenputz entsteht im laufe von mehreren Jahren ein Kleibklima mit Schimmel.
Die Folgen der Fehlerhsften Ausführung wird sich leider erst später herausstellen.
PS Nordfassaden sind am gefährdetstem da sie im Sommer nicht von der Sonne getrocknet werden

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