Deutsche Meister 2014 am Bau

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Foto: ZDB/Küttner

Vergangenes Wochenende wurde im badischen Bühl beim Bundesleistungswettbewerb Deutschlands bester Nachwuchs am Bau ausgezeichnet. In sieben Bauberufen traten 55 Landessieger gegeneinander an und kämpften um die Titel als Deutsche Meister der Baubranche. Der Zentralverband des Deutschen Baugewerbes (ZDB) lobt die gute Ausbildungsqualität zur Fachkräftesicherung und warnte vor den Folgen einer Abschaffung des Meistertitels.

Bereits zum 63. Mal wurden im Rahmen der Initiative „Bestenmarketing“ vom Zentralverband des Deutschen Baugewerbes (ZDB) die besten Nachwuchshandwerker Deutschlands ausgezeichnet. „Mit den besten Nachwuchskräften wollen wir aufzeigen, was unsere Branche kann und was junge Menschen im Baugewerbe erreichen können. Qualität im Handwerk kommt von der Qualifikation in der Ausbildung!“ erklärte Klaus-Dieter Fromm, Vorsitzender des ZDB-Berufsbildungsausschusses. „Alle Teilnehmer haben sich engagiert dem Wettbewerb mit Berufskollegen aus ganz Deutschland gestellt und trotz anspruchsvoller Aufgaben in den einzelnen Berufen beeindruckende Leistungen gezeigt.“

Insgesamt 55 Teilnehmer aus den unterschiedlichen Bundesländern Deutschlands traten im Komzet Bau Bühl zum Bundesleistungswettbewerb in sieben Bauberufen gegeneinander an und kämpften um die Titel als Deutsche Meister ihrer Klasse.

Maurer
Gold: Florian Voigt (21) aus Langwedel (Niedersachsen)
Silber: Marco Bauschke (21) aus Dreisdorf (Schleswig-Holstein)
Bronze: Kai Kunath (20) aus Dresden (Sachsen)

Beton- und Stahlbetonbauer
Gold: Dennis Behrens (20) aus Scheeßel (Niedersachsen)
Silber: Luca Rosenkranz (23) aus Hamburg
Bronze: Fin Lange (22) aus Odderade (Schleswig-Holstein)

Fliesenleger
Gold: Sven-Oliver Roller (23) aus Pliezhausen (Baden-Württemberg)
Silber: Steffen Kaul (25) aus Greinz (Thüringen)
Bronze: Tim Welberg (19) aus Ahaus (Nordrhein-Westfalen)

Straßenbauer
Gold: Julian Ginter (23) aus Lauterbach (Baden-Württemberg)
Silber: Niklas Kaiser (22) aus Mechernich (Nordrhein-Westfalen)
Bronze: Tim Raschke (20) aus Haiger (Hessen)

Stuckateure
Gold: Tizian Tüchert (21) aus Kleines Wiesental-Sallneck (Baden-Württemberg)
Silber: Andre Balzter (26) aus Eichenzell (Hessen)
Bronze: Pascal Böhm (18) aus Neuwied (Rheinland-Pfalz)

Wärme-, Kälte- und Schallschutzisolierer
Gold: Kevin Eppinger (23) aus Schenefeld (Schleswig-Holstein)
Silber: Dirk Lösch (21) aus Müllheim (Baden-Würtemberg)
Bronze: Hannes Böther (20) aus Echem (Niedersachsen)

Zimmerer
Gold: Florian Kaiser (20) aus Kirchhundern (Nordrhein-Westfalen)
Silber: Wanja-Sören Grimm (21) aus Freiburg (Baden-Württemberg)
Bronze: Kevin Hofacker (19) aus Steinau (Hessen)

In der Länderwertung liegt damit Baden-Württemberg mit drei Gold- und zwei Silbermedaillen vorne. Es folgt Niedersachsen mit zwei Goldmedaillen und einmal Bronze und Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen mit jeweils einer Gold-, Silber- und Bronzemedaille.

Auch ZDB-Hauptgeschäftsführer Felix Pakleppa würdigt die Bestleistungen der Nachwuchskräfte und erläutert: „Grundlage dafür ist das duale Ausbildungssystem, das am Bau noch durch die Unterweisung in den überbetrieblichen Ausbildungsstätten ergänzt wird.“ Ferner erklärt Pakleppa, dass die Ausbildungsbetriebe jährlich ca. 600 Millionen Euro in die Ausbildung ihrer rund 33.000 Auszubildenden in den 18 Bauberufen investieren. So beginnen auch im Herbst 2014 wieder rund 10.000 junge Nachwuchskräfte ihre Ausbildung am Bau, was einer Steigerung um über zehn Prozent entspricht, freut sich Pakleppa. Auch Ausbildungschef Fromm betont die Notwendigkeit der Ausbildung: „Nur mit verstärkten Ausbildungsbemühungen können wir den zukünftigen Fachkräftebedarf decken.“

Mit großer Sorge sieht Pakleppa die Prüfung des Meisterbriefes als Zulassungsvoraussetzung im Rahmen der EU-Transparenzoffensive, die von der EU als Hindernis für den europäischen Binnenmarkt gesehen wird. So warnt der ZDB-Hauptgeschäftsführer auch noch einmal eindringlich vor den Gefahren durch die Abschaffung der Meisterpflicht. „Die Aufhebung der Meisterpflicht in einigen Handwerken, darunter auch dem Fliesenlegerhandwerk, aufgrund der Reform der Handwerksordnung 2004, führte zu einem dramatischen Anstieg der Zahl der Fliesenlegerbetriebe, in aller Regel Ein-Mann-Betriebe, die als (schein-)selbständige Kolonnen auf Baustellen arbeiten.“ Darüber hinaus bemängelt Pakleppa, dass sich die Anzahl der ausgebildeten Nachwuchskräfte von 4.500 Auszubildenden im Jahr 2002 auf 2.300 fast halbiert hätte. Auch führe die Abschaffung der Meisterpflicht langfristig dazu, dass es weniger qualifizierte Meister gibt, die eine praxisorientierte Ausbildung vermitteln können. Dies bedroht auch die Jugendarbeitslosigkeit, die mit 7,9 Prozent in Deutschland gerade wegen der guten Ausbildung am geringsten in Europa ist.

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