Deutsche Meister der bauhandwerklichen Berufe

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Foto: Roland Riethmüller

Auch in diesem Jahr haben wieder viele junge Gesellen um die Deutsche Meisterschaft ihres bauhandwerklichen Fachs gekämpft. Nach drei Tagen des Wettkampfes wurden die jeweils drei Besten jedes teilnehmenden Gewerkes mit der Gold-, Silber- und Bronzemedaille ausgezeichnet. Besonders erfreulich ist es, dass in diesem Jahr auch vier junge Frauen zu dem Wettkampf angetreten sind, um sich gegenüber den männlichen Mitstreitern durchzusetzen.

Vom 10. bis 12. November 2012 fand der 61. Bundesleistungswettbewerb in den bauhandwerklichen Berufen im rheinland-pfälzischen Kenn bei Trier statt. Insgesamt traten 67 Geselllen aus neun bauhandwerklichen Berufen in dieser Meisterschaft gegeneinander an. Unter den Teilnehmern waren in diesem Jahr immerhin auch vier Frauen vertreten, die den männlichen Konkurrenten in nichts nachstanden. Dass alle Wettstreiter qualifizierte Fachkräfte sind, stand außer Frage, schließlich sind sie allesamt Kammer- und Landessieger. Dennoch ist gerade die Deutsche Meisterschaft eine besondere Ehre.

Auch der Bundesleistungswettbewerb in den bauhandwerklichen Berufen hat wieder einmal deutlich gemacht, dass es viele junge Nachwuchskräfte gibt, die die nötige Motivation haben, in handwerklichen Berufen viel zu leisten. Denn eins steht ganz klar fest, qualifizierte Arbeit ist die Basis für eine solide handwerkliche Dienstleistung. Und auch die immer anspruchsvolleren, speziellen Wünsche der Kunden sind nur durch Fachwissen und Können zu erfüllen. Es gilt auf jeden Fall weiterhin sich um junge Schulabgänger zu bemühen, denn sie bilden die Zukunft für das qualifiziert arbeitende Handwerk.

Das Bundesland Baden-Württemberg hat in der Gesamtwertung die meisten Medaillen gewonnen: Insgesamt kann man sich über zwei Gold- und zwei Silbermedaillen freuen. Schleswig-Holstein und  Rheinland-Pfalz bekommen jeweils zwei Goldmedaillen, Niedersachsen und Brandenburg erzielten je einer Gold- und Silber- bzw. Bronzemedaille.

Innerhalb der Beton- und Stahlbauer wurde Matthias Rumpke (19) aus dem niedersächsischen Lange Deutscher Meister und erhielt die Goldmedaille. Silber ging an Frieder Reiff (20) aus Neckartenzlingen in Baden-Württemberg und den dritten Platz erreichte Jörg Daschner (19) aus dem bayerischen Weismain.

Bei den Estrichlegern errang Stephan Loose (23) aus Rendsburg in Schleswig-Holstein den ersten Platz und wurde damit Deutscher Meister. Auf dem zweiten Platz folgte ihm Marco Delp (21) aus dem hessischen Frankisch-Crumbach, auf dem dritten lag Niko Keller (27) aus Hallstadt in Bayern.

Unter den Fliesen-, Platten- und Mosaiklegern findet sich die einzige Frau unter den Medaillenträgern. Felix Kranz (20) aus Bad Wurzbach in Baden-Württemberg wurde Bundessieger. Die Silbermedaille gewann Stephanie Billner (22) aus dem bayerischen Greding für sich und Bronze erhielt Justin-Bianco Zeldner (22) aus dem brandenburgischen Henningsdorf.

Marc Wegner (19) aus Quickborn in Schleswig-Holstein entschied bei den Maurern das Rennen für sich und errang damit die Goldmedaille. Ihm folgen Christopher Schmidt (20) aus dem niedersächsischen Lohne und Nico Lauer (21) aus dem saarländischen Losheim.

Unter den Straßenbauern wurde Sebastian Falz (19) aus Kierspe in Rheinland-Pfalz Bundessieger, Daniel Brinkmann (19) aus Winterberg in Nordrhein-Westfalen  erhielt Silber.

Das erste Treppchen bei den Stuckateuren konnte Oliver Kleinmann (25) aus Rheinland-Pfalz besteigen. Der zweite Platz ging an Timo Müller (19) aus dem baden-württembergischen Reutlingen, Platz drei und damit Bronze erhielt Maximilian Petter (20) aus Pulheim in Nordrhein-Westfalen.

Bei den Wärme-, Kälte- und Schallschutzisolierer konnte leider nur der Bundessieger gekürt werden, da die anderen Mitstreiter die geforderte Mindestpunktzahl nicht erreichen konnten. Somit freut sich nur Nico Armbruster (19) aus Pliezhausen in Baden-Württemberg über eine Medaille – die goldene.

Die Goldmedaille der Zimmerer erhielt Martin Fricke (20) aus dem sächsischen Zwönitz, Silber ging an Simon Rehm (19) aus Hilpolstein in Bayern und die Bronzemedaille errang Felix Langner (19) aus Wenden in Nordrhein-Westfalen.

Während der Veranstaltung in Kenn, wurde der Wettbewerb der Brunnenbauer im niedersächsischen Bad Zwischenahn ausgetragen. Auch hier wurde allerdings aus den gleichen Gründen wie bei den WKS-Isolierern nur der Bundessieger ermittelt. Manuel Albert (19) aus Wriezen in Brandenburg erhielt diesen Titel.

Nun haben die deutschen Meister der Gewerke des Fliesenlegers, Maurers, Stuckateurs und Zimmerers auch international die Möglichkeit, sich zu beweisen. Im Nationalteam des deutschen Baugewerbes treten sie bei den „WorldSkills 2013“ vom 2. bis 7. Juli 2013 in Leipzig an.

Aktuelle Bildergalerien von der Deutschen Meisterschaft:
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Fliesenleger
Maurer
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