Durch die positive Baukonjunktur und die steigenden Maßnahmen zur Energiewende bieten sich Elektrikern und Elektroinstallateuren zusätzliche Umsatzchancen. Wer sich auf die neuen zukunftsträchtigen Geschäftsfelder spezialisiert und damit zur Konkurrenz abgrenzt, kann die Ertragslage für die kommenden Jahre positiv beeinflussen und das Ergebnis der rückläufigen Umsätze und steigenden Einkaufspreise der letzten Jahre wieder ausgleichen.
Laut Umsatzsteuerstatistik des Statistischen Bundesamtes erwirtschafteten die knapp 33.200 Elektroinstallations-Betriebe in Deutschland 2012 eine Gesamtumsatz von 24 Millionen Euro. 60 Prozent davon entfallen auf Betriebe mit einem Jahresumsatz unter 250.000 Euro. Während in 2013 durch den harten Winter Anfang des Jahres die Umsätze im Elektrohandwerk zurückgegangen sind, zeigt das wirtschaftliche Klima in diesem Jahr eine spürbare Erholung. Vor allem durch die immer stärker an Bedeutung gewinnende Energiewende und die entspannte Baukonjunktur steigt die Nachfrage und der Gesamtumsatz. Dies ergab der vom ifo Institut erstellte und vom Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) herausgegebenen Branchenbericht.
Der Leistungsumfang der primär kleine und mittleren Elektrobetriebe liegt in der Beratung, der Planung, dem Einbau, der Inbetriebnahme sowie der Wartung und Reparatur von elektrischen Anlagen. Die Energiewende erhöht die Nachfrage in neuen Geschäftsfeldern.
Durch Energieeffizienz, energetisches Bauen, erneuerbare Energien, Energiemanagement, dezentrale Energieerzeugung, Energiespeicherung und intelligente Gebäudesystemtechnik eröffnen sich vor allem Elektrikern ganz neue Möglichkeiten zur Spezialisierung. Über gezielte Weiterbildungen und Zusatzqualifikationen eignen sich viele Betriebe Wissen über diese neuen Geschäftsfelder an, um sich einen Wettbewerbsvorteil zu verschaffen.

















