Die Orientierung beim Kauf von Geräten wird dem Kunden durch Energielabel erleichtert. Dabei zeigt das EU-Energieeffizienzlabel auf einer Skala in Ampelfarben an, wie energieeffizient ein Gerät ist. Der grüne Bereich der Ampelfarben steht für den energieeffizientesten Bereich. Seit Jahresbeginn gilt diese Pflicht nun auch für Pelletkaminöfen. Doch schon zweifeln Experten, ob diese Zwangsmaßnahme überhaupt den gewünschten Effekt erzielt.
Seit dem 1. Januar 2018 besteht die Pflicht zu Energielabel nun auch für Pelletkaminöfen, die mit einer Wassertasche versehen und in das Heizsystem hydraulisch eingebunden sind. Da Pelletkaminöfen bereits von der Konstruktion her hocheffizient sind, ist es nicht verwunderlich, dass die meisten Pelletkaminöfen problemlos die höchste Energieeffizienzklasse (A++) erreichen. Trotzdem sind die Händler in der Pflicht. Jedes Gerät, das verkauft werden soll, muss mit einem Energielabel versehen sein. Für die Bereitstellung der Energieeffizienzlabel sind zwar die Hersteller verantwortlich, die Händler müssen diese jedoch gut sichtbar an den Kaminöfen anbringen. Damit sich die Kunden noch einfacher über die Energieeffizienz, der Leistung und die technischen Unterschiede der Kaminöfen informieren können, müssen die Hersteller der Pelletkaminöfen zusätzlich ein Produktdatenblatt zum Energielabel erstellen. Bei der Auslieferung der Geräte muss vonseiten der Hersteller dieses der technischen Dokumentation beiliegen. Zusätzlich gibt es ab April 2018 eine weitere Änderung: Händler und Hersteller, die Werbung für Pelletkaminöfen machen, müssen bereits in der Werbung die Energieeffizienz der beworbenen Geräte erwähnen.
Erste Kritik am Energielabel
Doch die Wirkung vom Energielabel ist differenziert zu sehen. Denn es ermöglicht den Kunden lediglich eine Unterscheidung der Energieeffizienz verschiedener Ofenvarianten (z. B. Scheitholzöfen, Gasöfen, Ölöfen und Pelletkaminöfen). Unterscheidungen der Energieeffizienz gleichartiger Einzelraumfeuerungsanlagen verschiedener Hersteller sind nicht möglich. Das Label zeigt lediglich die Energieeffizienz an und gibt daher keinerlei Angaben zu CO2-Einsparungen und Emissionen. Die Kosten, die für einen Verbraucher beim Betrieb einer Anlage aufgebracht werden müssen, werden ebenfalls nicht erwähnt. Somit können auch die Verbrauchskosten vom Endverbraucher nicht auf einen Blick verglichen werden.
Energielabel geben Transparenz
Verbraucher kennen sich mit Energielabel bereits seit Jahren aus. Beginnend bei Elektrogeräten wurden sie eingeführt, damit die Energieeffizienz von Staubsaugern, Kühlschränken, Waschmaschinen, Herden und anderen Elektrogeräten auf den ersten Blick erkennbar war. Für Einzelraumbefeuerungsanlagen, die mit gasförmigen, festen oder flüssigen Brennstoffen betrieben werden, wurde die Transparenz nun ausgeweitet. Zentralheizungen, die mit Gas- oder Öl betrieben werden, haben bereits seit September 2015 ein Energielabel und Holzzentralheizungen seit April 2017.

















